Hasso-Plattner-Institut
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28.10.2011

Prof. Patrick Baudisch (HPI-Fachgebiet Human Computer Interaction) und Raphael Wimmer, Doktorand der LMU München, haben auf der internationalen Fachkonferenz UIST 2011 in Santa Barbara (Kalifornien) erste Untersuchungen präsentiert, die in der Entwicklung biegsamer Eingabegeräte münden könnten. Bislang benötigen berührungsempfindliche Eingabegeräte glatte, ebene Flächen, wie sie zum Beispiel für Smartphones eingesetzt werden. Doch Baudisch und Wimmer arbeiten daran, die entsprechende Technologie auf hauchdünne, modulare und verformbare Oberflächen zu übertragen. Sie setzen dafür die als "Kabelradar" bekannte Methode der "Zeitbereichsreflektometrie" ein. Diese findet durch Lauflängen und Reflexionscharakteristika von elektromagnetischen Wellen und Signalen heraus, ob ein Kabel an einer Stelle defekt ist oder berührt wird. Das auf der UIST präsentierte Papier zeigt: Das funktioniert zum Beispiel beim Erfassen von Griffmustern auf den Seiten einer Gitarre. Und mehrere miteinander verkettete Kupferdrähte können den modularen Berührungssensor für die Klaviatur eines Pianos bilden, die man auf Papier zeichnet. Ferner demonstrierten Baudisch und Wimmer, dass man unregelmäßige Drahtmuster auch verwenden kann, um sie in elastische Bänder oder Strick-Textilien einzubauen. Das dürfte den Schritt hin zu intelligenter Kleidung erleichtern, aber auch den schnellen Bau von Prototypen für beliebige berührungsempfindliche Eingabegeräte. Dieses Video demonstriert den Ansatz.

Mehr Informationen auf der Projektseite von Prof. Baudisch.