Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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16.05.2019

5. Digital Future Science Match

Auf dem fünften Digital Future Science Match, das vom Tagesspiegel gemeinsam mit dem Hasso-Plattner-Institut und dem Zuse Institut Berlin veranstaltet wurde, präsentieren am 14. Mai zahlreiche KI-Wissenschaftler und Vertreter führender IT-Unternehmen ihre Forschungsprojekte und neuesten Entwicklungen in allen Bereichen der Künstlichen Intelligenz. Das Motto der Veranstaltung war in diesem Jahr „What’s Next in Artificial Intelligence“ - Insgesamt kamen rund 1000 Gäste ins Kosmos nach Berlin, um sich zu informieren und mit den Speakern über ihre Forschung und deren Einsatzmöglichkeiten zu diskutieren.

Digital Future Science Match 2019
Auch 2019 war der Andrang wieder groß auf dem Digital Future Science Match 2019. In diesem Jahr mit dem Schwerpunktthema Künstliche Intelligenz (Foto: HPI/K.Herschelmann)

In seiner Eröffnungsrede sprach Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, über die Chancen und Risiken neuer Entwicklungen im Bereich KI. Wie viele andere Menschen sei auch er häufig zwiegespalten, was neue KI-Entwicklungen betreffe. Einerseits sei man von den neuen Techniken im Alltag und für die Wirtschaft fasziniert. Andererseits würden viele Bürger nicht nur Chancen sehen, sondern auch Risiken. Vielen mache die rasante Entwicklung Angst. Zentral sei es daher, immer wieder zu verdeutlichen, dass KI dem Menschen dienen soll. Der Mensch müsse daher darüber entscheiden, in welchen Bereichen Maschinen ihn entlasten sollten und welche Daten er künftig nutzen möchte. Aufgabe der Politik sei es, den Rahmen für den Einsatz und Umgang mit KI zu setzen. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, betonte in ihrer Keynote insbesondere die Vorteile Künstlicher Intelligenz und beschrieb die aktuellen politischen Initiativen und Strukturveränderungen der Bundesregierung in diesem Bereich. Die im letzten November am HPI beschlossene KI-Strategie sei ein guter Schritt, aber natürlich gebe es noch „room for improvement“ sagte Bär. „We need to challenge ourselves each day“.

HPI-Direktor Professor Christoph Meinel, zur Umsetzung der KI-Strategie in Deutschland gefragt, betonte, dass diese viele Punkte bündele, die von Seiten des Staates gemacht und gefördert werden könnten und sollten. Der Staat allein könne die KI-Entwicklung jedoch nicht stemmen. Dafür brauche es alle gesellschaftlichen Akteure, allen voran die Wirtschaft. Meinel unterschied in die zwei wichtigen Bereiche Wissenschaft und Anwendung. In der Wissenschaft stehe Deutschland sehr gut da – und verwies auf die zahlreichen anwesenden Wissenschaftler. Aber es fehle an Speed in der Anwendung – die Umsetzung sei zu langsam.

HPI-Präsentationen auf dem Digital Future Science Match

Neben Professor Christoph Meinel stellten folgende HPI-Wissenschaftler in einer 5-minütigen Präsentation ihre Forschungsprojekte vor:

Data Engineering – The Journey of a Training Record

Binary Neural Networks on Mobile Devices

Deep Representation Learning for Imbalanced Medical Image Segmentation

REAMS: A Next-Gen SIEM System for Advanced Threat Detection

HPI-Digitalblog Interviews

Auch der HPI-Digitalblog war wieder auf dem Digital Future Science Match dabei. Die HPI-Studierenden interviewten unter anderen Prof. Dr. Petros Koumoutsakos, der auf der Konferenz als neues Mitglied in die Hall Fame of the Digital Age aufgenommen wurde und den Bundesdatenschutzbeauftragten, Ulrich Kelber: