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18.03.2021

News

openHPI-Kurs nimmt digitales Unternehmertum wissenschaftlich unter die Lupe

Wie sich digitales Unternehmertum vom klassischen abhebt, zeigt ein Onlinekurs, den das Hasso-Plattner-Institut (HPI) ab 14. April auf seiner IT-Lernplattform openHPI anbietet. Titel des vierwöchigen Gratiskurses in englischer Sprache: „Digital Entrepreneurship“. Die Kursleitung teilt sich Prof. Katharina Hölze, Leiterin des HPI-Fachgebiets IT-Entrepreneurship, mit den Wissenschaftlern Dr. Robert Rose, Nina Bachmann und Valeska Maul.

openHPI-Kurs "Digital Entrepreneurship"
openHPI-Kurs "Digital Entrepreneurship"

Onlinekurs „Digital Entrepreneurship“

Start: 14. April 2021

Dauer: 4 Wochen

Sprache: Englisch

 

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Interessierte sollten beachten, dass es sich nicht um einen Businessplan-Kurs handelt, in dem Geschäftsideen und -Modelle entwickelt werden: „Vielmehr zeigen wir die wissenschaftliche Perspektive auf Unternehmertum auf, damit das Verständnis dafür wächst. Jede Teilnehmerin, jeder Teilnehmer soll dann einen eigenen Ansatz, eine eigene Philosophie entwickeln und informiert eigene Entscheidungen treffen können“, sagt HPI-Professorin Hölzle.

Empirische Gründungsforschung statt Mythen zum Unternehmertum

Bislang ranken sich um unternehmerische Entscheidungen zahlreiche Mythen, erläutert  Dr. Rose und verweist auf die angebliche Rolle von Bauchgefühl und Intuition sowie auf einzelne Anekdoten. „Die Gründungsforschung zeigt auf, dass das typische Bild vom männlichen, jungen, technologieaffinen Entrepreneur nicht die tatsächliche Vielfalt erfolgreicher junger Unternehmerinnen und Unternehmer abbildet“, ergänzt er. Dieses Bild halte manche Gründungswillige sogar davon ab, den Schritt ins Unternehmertum zu wagen.

Hölzle, Rose, Bachmann und Maul wollen dies alles kritisch reflektieren – auf der Basis aktueller empirischer Forschungsergebnisse. Gäste werden in „Coffee Talks“ zudem Einblicke in Fragen der Praxis vermitteln. „So soll ein Bild davon entstehen, wie digitales Unternehmertum Wirtschaft und Gesellschaft beeinflusst, wie die verschiedenen Beteiligten effektiv zusammenarbeiten können und welche Rolle dabei digitale Ökosysteme spielen“, erläutert Hölzle.

Zwei Drittel aller Start-ups zielen auf digitales Geschäftsmodell

Nicht nur seit den Zeiten der Corona-Pandemie sieht sie digitale Unternehmen, Geschäftsmodelle und -prozesse auf dem Vormarsch. 2020 hätten sich in Deutschland mehr als zwei Drittel aller Start-ups einem digitalen Geschäftsmodell zugeordnet, betont Hölzle. Mit ihrem Kursleiter-Team will sie „das proaktive Denken über die neue Normalität in Krisenzeiten fördern“. Auch Aspekte wie soziales Unternehmertum und „female entrepreneurship“ stehen auf dem Kursprogramm.