Hasso-Plattner-Institut
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03.07.2009

Potsdam. Studenten des Hasso-Plattner-Instituts haben mit Experten des Tumorzentrums Land Brandenburg e.V. ein Krebsstatistik-Portal entwickelt. Mit dieser Internetanwendung können Onkologen Statistiken über Krankheits- und Behandlungsverläufe abrufen und analysieren. Das siebenköpfige Studententeam stellte seine Lösung, die näheren Aufschluss über die medizinische Versorgungsqualität in Brandenburg vermittelt, am 3. Juli beim HPI-Bachelorpodium in Potsdam gut 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft vor.

„Im Gesundheitswesen fallen im Laufe einer Behandlung viele Daten an. Diese werden nicht nur zu Buchhaltungszwecken genutzt, sondern liefern, in statistischer Form aufbereitet, wichtige Informationen für die medizinische Behandlung und Versorgung“, erklärte Dennis Schmidt, Sprecher des Bachelorprojekts. Die Arbeit der Ärzte mit neuesten Mitteln der Internet-Technologie zu unterstützen, ist das Ziel des von den Studenten entwickelten Krebsstatistik-Portals. Es ermöglicht Ärzten, die im klinischen Krebsregister Brandenburgs dokumentierten Ergebnisse der Behandlungen ihrer Patienten online einzusehen. Weiterer Vorteil: Die Statistiken werden auf der Basis aktualisierter Daten stets neu berechnet. Durch individuelle Auswahl bestimmter Parameter wie beispielsweise Tumorstadium oder Patientenalter können die Auswertungen flexibel angepasst werden. Damit seien bessere Vergleiche unterschiedlicher Behandlungsmethoden und deren Erfolge möglich, erläuterte der HPI-Student.

Im entwickelten Portal werden verschiedene Tumor-Statistiken in übersichtlicher Form dargestellt. Neben deren individueller Auswertung ist es den Ärzten nun auch möglich, die Erfolge ihrer Abteilung mit dem Durchschnitt Brandenburgs zu vergleichen. Vor unberechtigtem Zugriff schützt ein rollenbasiertes Sicherheitssystem, das Fremden den Zugang zu den sensiblen medizinischen Daten verweigert.

Im Gegensatz zu ausgedruckten Jahresstatistiken bietet das neue Tumor-Portal im Internet die Möglichkeit, die Datenbasis der Statistiken schnell zu aktualisieren. „Durch unsere Arbeit möchten wir den Ärzten eine zusätzliche Informationsquelle bieten, welche die Qualität der onkologischen Versorgung landesweit, auch außerhalb von Tumorzentren, verbessern hilft“, erläuterte Schmidt.

Betreut wurde die Bachelorprojektgruppe von Prof. Christoph Meinel, Direktor des Hasso-Plattner-Instituts und Leiter des Fachgebietes „Internet-Technologien und -Systeme“.

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