Hasso-Plattner-Institut
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13.05.2012

Foto: HPI/ Ministerio TIC Colombia

Am runden Tisch im Schweizer Hof Hotel Berlin fand am 9. Mai der Datenschutzkongress 2012 zum Thema IPv6 und den Leitlinien zum Datenschutz des neuen Internetstandards statt.

"Bei der flächendeckenden Einführung des Internetstandards IPv6 gilt es nicht nur, die technischen Herausforderungen zu meistern sondern auch in Hinblick auf den Datenschutz und insbesondere den Schutz der Privatsphäre Regeln aufzustellen", sagt Prof. Christoph Meinel, Vorsitzender des Deutschen IPv6-Rats. Unter seiner Leitung diskutierten die Teilnehmer die am 16. März 2012 auf der Sitzung des IPv6-Rates und des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, entwickelten Leitlinien.

Auch wenn die Technik den Anwender unter anderem mit dynamischen Adresspräfixen und den sogenannten Privacy Extensions - die den Teil der IPv6-Adresse durcheinander würfelt, der Informationen über ein bestimmtes Gerät und damit den Nutzer verraten könnte - schützt, muss es Regeln für den Umgang mit den erhobenen Daten geben.

Meinel, der auch Direktor des Hasso-Plattner-Instituts ist, weist allerdings auch dem Internetnutzer eine Verantwortung zu: "Auch wenn Technik und Gesetzgeber für ein hohes Maß an Datenschutz sorgen, enthebt das den Einzelnen nicht der Aufgabe, mit den eigenen Daten verantwortungsvoll umzugehen".