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MOOCs, die um die Welt gehen: openHPI-Forum zeigt vielfältigen Einsatz von Online-Kursen

Unter dem Titel „Von digitaler Aufklärung bis Business Training – Erfolgreicher Einsatz von MOOCs in Unternehmen und Institutionen“ lud das Hasso-Plattner-Institut (HPI) am 6. und 7. Dezember Experten für innovative Formen digitaler Weiterbildung zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch nach Potsdam ein. Unter anderen berichteten Referenten der Berliner Charité-Klinik, des Softwarekonzerns SAP, des Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung und der Weltgesundheitsorganisation WHO, auf welchen Gebieten MOOCs erfolgreich eingesetzt werden.

Experten diskutierten auf dem openHPI-Forum 2017 vom 6.-7. Dezember über das Thema "Von digitaler Aufklärung bis Business Training – Erfolgreicher Einsatz von MOOCs in Unternehmen und Institutionen". (Foto: HPI/F. Flemming)

„In Wissenschaft und Bildung, aber auch in der Wirtschaft haben solche Massive Open Online Courses mittlerweile in aller Welt vielen Millionen von Menschen neue Lernchancen eröffnet“, sagte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Bildungsangebote könnten seit einigen Jahren wesentlich komfortabler als früher aufgezeichnet und attraktiver aufbereitet werden. „Bietet man solche digitalen Lehrinhalte als interaktive Kurse online an, so sind sie für eine prinzipiell unbegrenzte Zahl von Lernenden zugänglich – jederzeit und von überall aus“, betonte der Informatikwissenschaftler.

Das HPI bietet seit 2012 über seine Bildungsplattform openHPI Gratis-Zugang zu Hochschul-Wissen. In kostenlosen Online-Kursen vermitteln die Potsdamer Wissenschaftler mittlerweile hunderttausenden von Interessenten in aller Welt aktuellste Kenntnisse aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Bislang geschieht dies hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Kürzlich hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten.

MOOCs halfen beim Kampf gegen die Pest auf Madagaskar

Diese neue Technologie könnte bald auch der MOOC-Plattform openWHO zugutekommen: Die gemeinsam mit dem HPI entwickelte Plattform wird seit Juni 2017 von der WHO dazu genutzt, schneller und effektiver mit Informations- und Ausbildungsangeboten auf humanitäre Notlagen und den Ausbruch von Krankheiten und Epidemien zu reagieren. So berichtete Heini Utunen vom WHO Emergency Program auf dem openHPI-Forum, dass sich bereits sechs Monate nach dem Start über 11.000 Nutzer aus 190 Ländern angemeldet haben. „We see from the user feedback that this is what people need”, berichtet Utunen. 

So konnte openWHO etwa eingesetzt werden, als in diesem Jahr die Pest auf Madagaskar ausbrach: Das WHO-Team hat in kürzester Zeit Materialien für das Gesundheitspersonal vor Ort in den zwei Amtssprachen Französisch und Malagasy und Englisch bereitgestellt. „When an outbreak hits, we very quickly need materials for the responders. The first weeks of the response are the most critical in containing and isolating the outbreak”, so Utunen. Durch die Zusammenarbeit mit den nationalen Gesundheitsministerien und lokalen Netzwerken konnte Vertrauen in die Expertise der WHO aufgebaut werden. Aktuellstes Wissen stand auf der Plattform auch in Gebieten mit schlechter Internetverbindung in Form von Videos, Audioaufnahmen, Transkripten und Informationsmaterial zum Download bereit.

Das Team des IT-Gipfelblogs sprach im Video-Interview mit Heini Utunen vom WHO Emergency Program: