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01.04.2021

News

Neues Buch „Grundkurs Theoretische Informatik“ von HPI-Doktorand Stefan Neubert erschienen

Wie funktionieren deterministische endliche Automaten? Welche Bedeutung hat das Halteproblem für die Softwareentwicklung? Die Theoretische Informatik ist eines der Grundlagenfächer der Informatik. Für Studierende ist es allerdings nicht immer einfach, die Komplexität des Themengebietes auf Anhieb zu verstehen. Abhilfe soll hier das beim Rheinwerk Verlag erschienene Buch „Grundkurs Theoretische Informatik“ von Stefan Neubert, Doktorand am Hasso-Plattner-Institut (HPI), schaffen. HPI-Studierende selbst hatten ihn gebeten, das Buch zu schreiben. Jetzt ist es im Handel erhältlich.

HPI-Doktorand Stefan Neubert
HPI-Doktorand und Buchautor Stefan Neubert

Die Lehrveranstaltung „Theoretische Informatik“ zählt bei vielen Studierenden nicht zu den Lieblingsfächern. Zu Unrecht, findet HPI-Doktorand Stefan Neubert. Denn genau diese theoretischen Grundlagen der Informatik sind es, die einen wichtigen Bestandteil bei der Entwicklung von Software ausmachen.

Präzises Lösen von Problemen

Mit Hilfe der Theoretischen Informatik könne man beispielsweise formell korrekt beweisen und nachvollziehen, was ein Computer berechnen kann. Außerdem sind beweisbare Aussagen darüber möglich, ob ein Algorithmus die Fragestellung überhaupt effizient lösen kann. „Das ist Grundwissen, das eine große Hilfe bei der Umsetzung von Programmentwürfen sein kann. Theoretische Informatik lernen, heißt vor allem, präzises Lösen von Problemen zu trainieren. Das dafür erforderliche kreative Knobeln macht nicht nur Spaß, sondern schärft auch die Sinne dafür, in der Praxis schnell Lösungsansätze und mögliche Problemquellen zu entdecken“, so Neubert.

Intuitiv und lernfreundlich

Das Buch erklärt von der Berechenbarkeitstheorie über Algorithmik bis zur Komplexitätstheorie die Grundlagen der Theoretischen Informatik. Die Idee entstand, als HPI-Studierende Neubert darauf ansprachen, ob er nicht ein Buch als Begleitung zur Vorlesung schreiben könnte. Der Zugang hierfür sollte intuitiv und lernfreundlich sein. Das Buch enthält deshalb neben dem Grundlagenwissen viele Aufgaben und Praxisbeispiele. Außerdem wird am Anfang von jeder Lerneinheit erklärt, welche Relevanz das nachfolgende Thema hat. Am Ende wird das Gelernte noch einmal zusammengefasst.

Engagement für den Informatiknachwuchs

Beim Schreiben des Buches half Neubert vor allem seine Erfahrung in der Lehre. Seit seinem Bachelor in IT-Systems Engineering ist er Tutor und Teaching Assistant am Lehrstuhl Algorithm Engineering für das Fach „Theoretische Informatik“. Am selben Lehrstuhl arbeitet er zurzeit an seiner Doktorarbeit im Themengebiet der Komplexitätstheorie. Neubert engagiert sich außerdem in der HPI Schülerakademie, dem Bundeswettbewerb Informatik und der Deutschen Schülerakademie für den Informatiknachwuchs.

„Grundkurs Theoretische Informatik“ ist das erste allein verfasste Buch des HPI-Doktoranden. Erfahrungen als Autor sammelte er aber bereits 2017. Gemeinsam mit den HPI-Doktoranden Arne Boockmeyer und Philipp Fischbeck veröffentlichte er damals das Buch „Fit fürs Studium – Informatik“ für die Vorbereitung auf das Informatikstudium.