Hasso-Plattner-Institut
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11.02.2011

Potsdam. Ein interdisziplinäres Team von fünf Studenten der HPI School of Design Thinking hat eine Mobilfunk gestützte Einkaufshilfe entwickelt, die zum perfekten Dinner inspirieren soll. Bei ihrer Lösung für den erlebnisreicheren Einkauf im Supermarkt setzte das interdisziplinäre Team aus der Innovationsschule des Hasso-Plattner-Instituts die vom japanischen Projektpartner Panasonic entwickelte Femtozelle ein. Dabei handelt es sich um eine skalierbare Sende- und Empfangsstation. Die handybasierte Rezeptdatenbank "Whatscooking?" präsentierten die kreativen Querdenker am 11. Februar anlässlich der feierlichen Verabschiedung des vierten Absolventenjahrgangs der HPI School of Design Thinking.

"Whatscooking?" ist ein persönlicher Einkaufsassistent, der sich den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben des Kunden mit jeder Nutzung im Supermarkt besser anpasst. Plant man beispielsweise ein besonderes Abendessen für seine Liebsten, schlägt er dem Nutzer passende Rezepte aus seiner Datenbank vor. Zusätzlich berücksichtigt die Anwendung eventuelle Intoleranzen und Allergien gegen bestimmte Inhaltsstoffe und Lebensmittel. Die benötigten Produkte werden dann auf dem Handydisplay in der Reihenfolge ihres Standortes im Supermarkt angezeigt.

"Kunden fühlen sich im Supermarkt häufig von der Masse an Produkten überfordert und tendieren daher zu spontanen Kaufentscheidungen. Das freut den Supermarkt, denn damit macht er viel Umsatz. Der Kunde hingegen weiß zu Hause oft nicht, welche Gerichte er aus seinem Einkauf zubereiten soll", sagte Sabine Auer, Mitglied des Design Thinking-Teams. Der Wunsch nach persönlichem Service im Supermarkt sei weit verbreitet, jedoch würden die Kunden bei zu viel Umwerbung misstrauisch. "Die neue Anwendung soll die Servicewüste Deutschland in eine Oase der Inspiration verwandeln. Die Kunden werden an die Hand genommen und kaufen nach Rezept alle Zutaten, die sie benötigen", ergänzte Auer. So werden den Nutzern exklusive Kaufempfehlungen gegeben, die der Supermarkt zusammen mit seinen Zulieferern aushandeln kann.

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking


Das Zusatzstudium "Design Thinking" an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam-Babelsberg richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen. Pro Semester werden höchstens 120 Studierende angenommen – je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang. Studiengebühren fallen nicht an. Die Ausbildungsdauer beträgt ein oder zwei Semester - bei zwei Präsenztagen in Potsdam pro Woche. Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des Instituts bescheinigt. Modell hat die berühmte "d.school" der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley gestanden, das Schwesterinstitut des Potsdamer HPI. Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die vier bis fünf Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. Den Studierenden stehen erfahrene Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen zur Seite, vornehmlich aus der Wissenschaftslandschaft Berlin/Brandenburg.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit circa 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI kam beim jüngsten CHE-Hochschulranking unter die besten vier Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, die sich Rang 1 teilen.

 

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