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Jonas Gebhardt (Facebook)

„Move fast and be bold“: Mit Abschluss vom HPI zu Facebook

Jonas Gebhardt machte 2011 seinen Bachelor-Abschluss am HPI. Nach einem Masterstudium bekam er einen Job als Frontend-Engineer bei Facebook in Kalifornien. Wir haben ihm drei Fragen gestellt, um zu erfahren, wie es in einem so interessanten Job zugeht und wie man als Bewerber hier rankommt. 

Jonas Gebhardt
(Foto: Privat)

3 Fragen an HPI-Absolvent Jonas Gebhardt, UI-Engineer bei Facebook:

Beschreibe kurz Deinen Job: Wo arbeitest Du, in welcher Position, und was sind Deine Aufgaben?

Ich bin bei Facebook in Menlo Park, Kalifornien als UI Engineer angestellt und arbeite hier primär an Instagrams Web Frontend. Dazu gehören neben instagram.com auch diverse Webviews in den nativen Apps für iOS, Android und Windows Phone. Meine Arbeit ist in erster Linie Produkt(weiter)entwicklung mittels JavaScript, Node.js und Django/Python.  

Was gefällt Dir an der Arbeit?

Die Arbeit ist vielfältig und temporeich. Facebooks Motto »move fast and be bold« wird im relativ kleinen Instagram-Team erst recht umgesetzt (in anderen Facebook-Teams natürlich auch). Im Instagram Web-Team sind wir zu dritt – jeder hat also großen Einfluss. Instagram hat aktuell 150 Millionen Nutzer und neue Features werden demnach in kurzer Zeit von Millionen Menschen benutzt. Das ist faszinierend und gleichzeitig motivierend, denn wir sind immer bestrebt, ein möglichst gutes Nutzererlebnis zu bieten. Zwei weitere Mottos bei Facebook sind »Code wins arguments« und »Nothing at Facebook is somebody else's problem« – Ingenieurskultur steht auf der Tagesordnung und Offenheit wird großgeschrieben. So bekommt jeder neue Mitarbeiter am ersten Tag Zugriff auf die gesamte Codebasis und es wird gern gesehen, wenn man anpackt und ein Problem direkt löst, anstatt nur darüber zu diskutieren. Wir arbeiten zudem viel mit Open-Source-Software und mehrere tägliche Releases erlauben ein sehr zügiges und effizientes Arbeiten.  

Wie kommt man an einen solchen Job? Was sind die Anforderungen?

Neben sehr guten Programmierfähigkeiten sollte ein neuer Frontend Engineer ein tiefes Verständnis von JavaScript, CSS und Webprogrammierung mitbringen. Praktikums- und Projekterfahrung außerhalb der Uni sind ebenfalls hilfreich. Ich selbst habe nach dem HPI ein Masterstudium in HCI absolviert. Ich denke, HPI Master- sowie Bachelorstudenten mit guten Englischkenntnissen sollten keine großen Probleme haben, ein Interview zu bekommen. Das Bewerbungsverfahren besteht in der Regel aus mehrstufigen Interviews sowie einer Coding Challenge. Zudem bietet Facebook, wie viele US-Tech-Firmen, dreimonatige Praktika für Studenten an. In den ersten sechs Wochen absolviert jeder Facebook-Neueinsteiger das sogenannte »Bootcamp«, mit dem Ziel, die verschiedenen Teile der Codebasis kennenzulernen. Je nach Qualifikation und persönlichem Interesse findet dann in Zusammenarbeit mit Managern interessierter Teams die Teamauswahl statt.  

HPI-Studenten mit generellem Interesse an Auslandspraktika in den USA kann ich nur empfehlen, sich auf den Jobseiten von Techfirmen umzuschauen. Neben dem HPI-hauseigenen SAP-Praktikum gibt es immens viele Möglichkeiten, an ein selbstorganisiertes Praktikum zu kommen. Viele Tech-Firmen in San Francisco und dem Silicon Valley, aber auch in New York, Seattle, Austin und anderen großen Städten sind ständig auf der Suche nach Praktikanten und Absolventen. Größere Firmen übernehmen in der Regel einen Großteil der Visums-, Reise- und Lebenshaltungskosten. Falls Ihr Fragen habt, schreibt mir einfach: jonas.gebhardt(at)gmail.com