Hasso-Plattner-Institut
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30.05.2012

Potsdam. Rund 100 Informatikforscher aus aller Welt werden am 14. und 15. Juni auf einem Symposium des Hasso-Plattner-Instituts das optimale Zusammenspiel von neuester Hard- und Software für Hochleistungs-Rechenverfahren diskutieren. Es ist das siebte Symposium der HPI Research School, des Forschungskollegs des Instituts. Das Symposium wird in diesem Jahr durch Doktoranden-Workshops am 12. Und 13. Juni ergänzt. Wissenschaftler aus den vier HPI-Forschungsstandorten Potsdam, Kapstadt, Haifa und Nanjing tauschen sich mit Kollegen aus aller Welt und mit Experten aus der IT-Industrie vor allem über neueste Trends in den Bereichen von Mehr- und Vielkernhochleistungsrechnern und modernen Software-Architekturen aus.

Anmeldungen sind bis 8. Juni online möglich.

Zum Auftakt wird Stifter Prof. Hasso Plattner über die Zukunft der Datenverarbeitung in Unternehmen sprechen. Dabei wird der Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzende des Softwarekonzerns SAP besonders die Rolle von Sensoren, mobilen Systemen, Cloud-Computing, sozialen Netzwerken und Hauptspeicherdatenbanken beleuchten. Prof. Andreas Polze vom Hasso-Plattner-Institut trägt zum Thema „InstantLab 2.0“, einer Umgebung für Betriebssystemexperimente in der Cloud vor. Den Abschluss des Symposiumprogramms bildet ein Vortrag des chinesischen Informatikprofessors Wang Chongjun von der im Herbst vergangenen Jahres gegründeten HPI Research School at Nanjing University. Er behandelt Forschungsthemen rund um die Analyse komplexer Netzwerke. Der Experte ist begleitet von fünf weiteren Professoren-Kollegen und ebenso vielen Doktoranden aus Nanjing.

Auch die südafrikanischen und israelischen Außenstellen des HPI-Forschungskollegs stellen auf dem Symposium ihre Ergebnisse vor. Dabei geht es den afrikanischen Forschern an der HPI Research School at the University of Cape Town um unkonventionelle digitale Archivsysteme zur Bewahrung des Kulturerbes (Prof. Hussein Suleman), um Sprachverarbeitungstechnologien und um die Lernunterstützung von Programmierern in der unterprivilegierten Bevölkerung durch mobile Techniken. Die israelischen Kollegen von der HPI Research School at Technion widmen sich dem Prozessordesign. Sie sprechen über aktuelle Entwicklungen von Mehrkernprozessorsystemen mit gemeinsam genutztem Speicher (Prof. Ran Ginosar) und über die Verarbeitung von Echtzeitdatenströmen mithilfe von Grafikprozessoren.

Auch ein Doktorand der Potsdamer Forschungskolleg-„Zentrale“ ist unter den Referenten: Michael Perscheid behandelt die testgetriebene Fehlernavigation, welche Entwickler bei der Suche nach Fehlerursachen unterstützt. Ferner präsentieren die Universitätsprofessoren Stefanie Rinderle-Ma (Wien) und Manfred Reichert (Ulm) sowie Forscher von Microsoft und SAP sowie vom Potsdamer Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie ihre Ergebnisse.

Gute Bilder verspricht eine „Postersession mit Eiscreme“ am Mittwochnachmittag, 13. Juni, ab 13.30 Uhr auf der Dachterasse des HPI-Gebäudes A-B-C auf dem Campus Griebnitzsee. Die Wissenschaftler aus China, Afrika, dem Nahen Osten und Europa begegnen sich vor Beginn des Symposiums, schlecken Eiscreme und unterhalten sich über Poster, die ihre Arbeiten zusammenfassen.

Die Pressemitteilung als PDF.