Hasso-Plattner-Institut
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02.03.2007

Potsdam/Darmstadt. Sechs Bachelor-Absolventen des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben eine Lösung dafür gefunden, wie man für neue, automatisierte Geschäftsprozesse die notwendigen elementaren Software-Teilstücke ermitteln und zusammenfügen kann. Ihre gemeinsam mit der Software AG in Darmstadt entwickelte Anwendung "mosa-X" stellten sie auf dem "Bachelorpodium" des HPI vor, zu dem mehr als 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen waren.

"Heutzutage werden Geschäftsabläufe in Unternehmen ständig verändert und verbessert. Die Komplexität der definierten Abläufe ist durchaus mit großen Mosaiken vergleichbar", erläuterte Christoph Hartmann, Sprecher der HPI-Bachelorprojektgruppe. Kleine elementare Software-Teilstücke könnten dabei als die einzelnen Mosaik-Steine betrachtet werden, die erst im Zusammenspiel den kompletten automatisierten Geschäftsprozess ergeben.

Die sechs angehenden Softwareingenieure haben ihre neu entwickelte Anwendung deshalb "mosa-X" genannt. Sie erlaubt es Benutzern, Geschäftsprozesse arbeitsteilig zu entwickeln und optimal auf die gegebenen Rahmenbedingungen anzupassen. Durch eine neuartige Methodik werden die verschiedenen am Entwicklungsprozess beteiligten Benutzerrollen effizient unterstützt.

"Genau wie bei einem Mosaik werden künftig Lücken im Geschäftsprozess mit passenden, bereits existierenden Software-Bausteinen gefüllt", beschrieb Teammitglied Torben Schreiter die Lösung. Mit "mosa-X" habe man eine äußerst flexible und intelligente Suchfunktion für solche Web Services erfunden und eingebaut. Damit werde die Suche nach dem passenden Mosaik-Steinchen "zum Kinderspiel".

"Unsere Anwendung fügt sich nahtlos in die Produktpalette "crossvision" der Software AG ein, die wir zuvor intensiv analysiert hatten", betonte HPI-Bachelor Christoph Hartmann. "mosa-X" basiere auf den aktuellsten Entwicklungen der Software-Branche rund um die service-orientierten Architekturen und unterstütze alle gängigen offenen Industrie-Standards.

 
Bachelorpodium - Ausweis der praxisnahen Ausbildung am HPI

Das "Bachelorpodium" des Hasso-Plattner-Instituts gibt es schon seit dem Jahr 2005. Seitdem präsentieren die Bachelorstudenten des HPI einmal im Jahr öffentlich die Ergebnisse ihrer Praxis-Projekte, die sie in Teams von vier bis acht Studenten am Ende ihres Bachelorstudiums abgeschlossen haben. Sie zeigen, wie sie zwei Semester lang - von ihren Professoren angeleitet - größere praktische Aufgaben der Informationstechnologie eigenverantwortlich angepackt und welche innovativen Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft sie dabei entwickelt haben. Projektgeber sind renommierte Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland. Eine Übersicht über die laufenden Projekte gibt die HPI-Internetseite.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 360 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.