Hasso-Plattner-Institut
Hasso-Plattner-Institut
  
Login
 

03.07.2009

Potsdam. Studenten des Hasso-Plattner-Instituts haben ein interaktives 3D-Campus-Modell entwickelt, das Studenten und Besuchern bei der Orientierung auf dem Potsdamer Universitätsgelände hilft. Die sechsköpfige Gruppe stellte ihr innovatives Kiosksystem, das zum Beispiel in Bahnhöfen, Einkaufszentren oder im Rathaus platziert werden kann, am 3. Juli 2009 auf dem „Bachelorpodium“ vor. Zu der Veranstaltung waren gut 200 Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft nach Potsdam gekommen.

Das neu entwickelte System unterstützt Nutzer dabei, schnell und einfach die virtuelle Umgebung des Campus Griebnitzsee zu erkunden. Wesentliches Element ist ein berührungsempfindlicher großer Bildschirm. Fasst man auf ihm die virtuelle 3D-Welt an, kann sich auch der ungeübte Nutzer einfach durch diese Umgebung bewegen. „Ohne Tastatur und Maus wird die virtuelle Kamera mit Hilfe von Gesten gesteuert“, hob Daniel Schurtzmann hervor, der Sprecher der Bachelorprojektgruppe. Neben einer Überblicksansicht ermögliche das Kiosksystem auch, relevante Orte und Gebäude zu inspizieren sowie Innenräume zu betreten und zu besichtigen.

„Hierzu haben wir das virtuelle Modell des Campus Griebnitzsee um weitere frei zugängliche Informationen zur Verkehrsinfrastruktur und zu relevanten Bauwerken, wie zum Beispiel Hotels, angereichert“, berichtete der HPI-Student. Außerdem wurden an bestimmten Orten gezielt weitere Information eingebettet. So finden sich zum Beispiel an Bushaltestellen die aktuellen Fahrpläne, an der Mensa der tägliche Speiseplan und an virtuellen Litfaßsäulen aktuelle Veranstaltungstipps.

Am Anfang stand ein komplexes Softwaresystem zur Integration und Visualisierung von Geoinformationen, in das sich die HPI-Studenten zunächst einarbeiten mussten. Anschließend planten sie auf dessen Basis ein 3D-Campusinformationssystem und setzten es um. „Das Besondere ist die intuitive Bedienung. Navigation und Interaktion mit unserem 3D-Campussystem erfolgen ganz praktisch mit den Händen, ohne Maus und Tastatur. So entsteht große Nähe zum Dargestellten und der Nutzer kann praktisch in den virtuellen Campus eintauchen“, betonte Schurtzmann.

Betreut wurde die Bachelorprojektgruppe von Prof. Dr. Jürgen Döllner, Leiter des Fachgebiets Computergrafische Systeme. Als ein Schwerpunktthema wird dort an Visualisierungsmethoden für virtuelle Stadtmodelle gearbeitet. Kooperationspartner bei dem Projekt war das Unternehmen Autodesk, ein führender Softwarehersteller im Bereich CAD und Computeranimation.

Diese Pressemitteilung als Download (.pdf)