Hasso-Plattner-Institut
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30.06.2010

otsdam/Berlin. Studenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben neuartige Werkzeuge für die Transformation, Bearbeitung und Verwaltung von Softwaremodellen im medizinischen Umfeld entwickelt. Hierbei sollen mittels gerätespezifischer Modelle Herzschrittmacherdaten interpretiert werden. Die von den HPI-Studenten entwickelte Lösung ermöglicht es Anwendern, innerhalb einer einheitlichen Umgebung zu modellieren und Software zu entwickeln. Ihr gemeinsam mit dem Berliner Medizintechnik-Unternehmen Biotronik SE & Co KG umgesetztes Projekt stellten die vier HPI-Studierenden auf dem Bachelorpodium am 2. Juli 2010 vor. Gut 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft waren zu diesem Anlass nach Potsdam gekommen.

„Moderne Herzschrittmacher sind in der Lage, Daten über den Gesundheitszustand des Patienten an den behandelnden Arzt zu übermitteln, um so eine bessere Betreuung des Patienten zu erreichen. Diese Daten liefern, in geeigneter Form aufbereitet, wichtige Indikatoren für eine auf den Patienten angepasste Nachsorge“, erklärte Fabian Sobiech, Sprecher der Bachelorprojektgruppe. Die eingegangenen Daten sollen in Zukunft mit Hilfe eines gerätespezifischen Modells interpretiert werden. Dabei gibt das konkrete Modell vor, welche Messwerte für den auswertenden Mediziner relevant sind und in welcher Form sie dargestellt werden sollen.

„Der modellgetriebene Ansatz bei der Auswertung der Daten ermöglicht eine schnelle, dynamische Erweiterung des Systems bei gleichbleibend hoher Qualität. Damit können neue Gerätefunktionen unterstützt werden, die sich aus der fortlaufenden Erweiterung der Produktpalette unseres Projektpartners ergeben“, erklärte Sobiech. Die Entwicklung der prototypischen Modelle bei Biotronik erfolgte in einer heterogenen Entwicklungslandschaft. Angestrebt wurde die Integration der Modellierungsumgebung in die Softwareentwicklungsumgebung Eclipse. „Die von uns entwickelten Werkzeuge bieten zusätzliche Funktionen und sind intuitiver zu bedienen als bisher untersuchte Lösungsansätze“, ergänzte der Teamsprecher.

Die Bachelorprojekt wurde von Prof. Andreas Polze, Leiter des HPI-Fachgebiets „Betriebssysteme und Middleware" geleitet. Unternehmenspartner war die Biotronik SE & Co KG, bei der das HPI-Studententeam vier Monate der Projektzeit vor Ort in Berlin arbeitete und dort von Dipl.-Ing. Informatik (BA) Thomas Körner betreut wurde.

 

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