Hasso-Plattner-Institut
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10.06.2010

Potsdam. Am Hasso-Plattner-Institut (HPI) öffnet am Mittwoch, 16. Juni, ein weltweit bedeutendes Computer-Forschungslabor seine Pforten: Das „HPI Future SOC Lab“, ein mit modernsten Hochleistungs-Rechnern ausgestattetes Spitzenforschungslabor der Informatik, nimmt seine wissenschaftliche Arbeit auf. Stifter Prof. Hasso Plattner, der Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzende des Softwarekonzerns SAP, wird bei der Eröffnung ebenso zugegen sein wie führende Informatikwissenschaftler und Top-Manager aus dem übrigen Deutschland sowie aus der Schweiz, Norwegen, Israel und den USA.

Die Eröffnung des Spitzenforschungslabors ist eingebettet in das fünfte internationale Symposium zum Thema „Future Trends in Service-Oriented Computing“, das die HPI Research School, das Forschungskolleg des Instituts, vom 16. bis 18. Juni veranstaltet. Dazu werden auch die Nachwuchswissenschaftler aus den HPI-Forschungsaußenstellen am Technion in Haifa (Israel) und an der University of Cape Town (Südafrika) nach Potsdam kommen.

Das HPI-Spitzenforschungslabor wird von einem hochkarätigen Konsortium von IT-Konzernen, darunter zum Beispiel Fujitsu, Hewlett-Packard und SAP, mit modernster Hardware und neuester Software unterstützt. Beides kommt  gerade aus den Entwicklungsabteilungen und wird erst in Kürze im Markt verfügbar sein. Darunter sind zum Beispiel Hochleistungsserver mit bis zu 128 logischen Rechenkernen (jeder vergleichbar einer herkömmlichen zentralen Verarbeitungseinheit eines Computers, CPU) und bis zu zwei Terabyte Hauptspeicherkapazität. Zum Vergleich: Das ist fast 500 Mal so viel wie in einem handelsüblichen PC.

Das Spitzenforschungslabor des Hasso-Plattner-Instituts nimmt seine Arbeit in einer Phase revolutionärer Veränderungen bei den Rechnerarchitekturen auf: Mehrkernprozessoren, immense neue Hauptspeicherkapazitäten, veränderte Art der schnellen Verarbeitung riesiger Datenmengen - wenn neueste Rechner-Architekturen künftig optimal mit massiv parallel arbeitender Software zusammenwirken, werden sich die meisten Verarbeitungsschritte in der IT-Praxis großer Unternehmen und Institutionen um mehrere Größenordnungen (bis zu Faktor 100) beschleunigen lassen. Auch Virtualisierung und Cloud Computing leisten dazu wichtige Beiträge.

Im internationalen „Future SOC Lab“ in Potsdam werden nun die betreffenden Zusammenhänge untersucht – nicht nur durch die HPI-Wissenschaftler, sondern auch durch eingeladene Forscher aus aller Welt. Sie können auf Antrag realitätsnah neue Konzepte erforschen, die für das Service-Oriented Computing (SOC) der Zukunft wichtig sind. Dabei geht es unter anderem darum, dass Software-Anwendungen nicht mehr im hauseigenen Rechenzentrum oder vom Endbenutzer selbst, sondern von Anbietern entsprechender Dienste (Services) ausgeführt werden.

 

Hinweis für Redaktionen: Journalisten senden bitte ihre Anmeldung per Mail an presse[at]hpi.uni-potsdam.de. Hintergrundinformationen in Text und Bild zum neuen Spitzenforschungslabor finden Sie im Presse-Download-Bereich.

Weitere Informationen zum Spitzenforschungslabor Future SOC Lab und zum Symposium der HPI Research School 

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