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Die Gesundheitscloud

Digitale Selbstbestimmung in der Gesundheitsversorgung


Warum wir die Gesundheitscloud brauchen?

Status Quo:

  • Gesundheitsdaten in Silos mit begrenztem Nutzen für Patienten und Gesellschaft
  • Geringe Aufklärung und unsichere Ablagetechnologien beim Patienten
  • Standardmethodiken anstelle personalisierter Medizin
  • Technische Innovationen von Hard- und Software werden nur begrenzt eingesetzt

Folgen der verteilten Datenspeicherung im Gesundheitsbereich können Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen, aber auch Missverständnisse bzw. überflüssige Behandlungen und Untersuchungen für Patientinnen und Patienten sein.

Bei der Etablierung einer patientenzentrierten Plattform für Gesundheitsdaten ist der Datenschutz, genauso wie die Aufklärung im Sinne eines bewussten Umgangs mit medizinischen Daten und persönlicher Datensouveränität von zentraler Bedeutung.

Wie funktioniert die Gesundheitscloud?

Mit der Gesundheitscloud etabliert das Hasso-Plattner-Institut eine patientenzentrierte Plattform für Gesundheitsdaten, die von einer Non-Profit-Organisation betrieben wird. Sie ermöglicht es Nutzern, sensible Gesundheitsdaten auf einer sicheren Plattform zu speichern und für autorisierte Personen und Anwendungen freizugeben. Die Integration der bisher isoliert gespeicherten Gesundheitsdaten ermöglicht dem Nutzer den Überblick über seine Gesundheitsdaten. Im Vordergrund steht dabei immer der Grundsatz, dass Patientinnen und Patienten die Hoheit über ihre Gesundheitsdaten haben.

Die Gesundheitscloud ist zugleich Ökosystem für innovative Gesundheitsanwendungen, die von der skalierbaren Dateninfrastruktur und den verfügbaren Analyse- und Machine-Learning Algorithmen profitieren können. Darüber hinaus können Patienten per "Datenspendeausweis" ihre Gesundheitsdaten anonym spenden und so der medizinischen Forschung neue Impulse geben.

Ökosystem der Gesundheitscloud (Foto: HPI)

Ziele der Gesundheitscloud

  • Der Nutzer allein verfügt und entscheidet über seine Gesundheitsdaten
  • Nutzer bekommen die Möglichkeit, ausgewählte Gesundheitsdaten anonymisiert für Forschungszwecke zur Verfügung zu stellen
  • Schaffung eines Ökosystems für sichere Digital-Health-Anwendungen wie Gesundheits-Apps zur Vorsorge, Diagnose oder Therapie
  • Bereitstellung einer sicheren Cloud-Architektur
  • Neue Erkenntnisse dank moderner Datenanalysetechnologien

Eine patientenzentrierte Gesundheitscloud kann helfen, die steigenden Kosten im Gesundheitswesen zu reduzieren und gleichzeitig eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung ermöglichen. Die Gesundheitscloud ist mehr als eine technische Innovation. Sie gibt Nutzern die Souveränität über ihre eigenen Gesundheitsdaten und unterstützt mit intelligenten Lösungen die Gesundheitsversorgung des Einzelnen sowie der Gesellschaft als Ganzes.

Datenfluss – Volle Kontrolle durch den Patienten (Foto: HPI)

Was bietet die Gesundheitscloud?

Patientinnen und Patienten

  • Kontrolle über die eigenen Gesundheitsdaten
  • Sichere, verschlüsselte Datenablage
  • Bessere und individualisierte Unterstützung in der medizinischen Vorsorge, bei Diagnosen und Therapieentscheidungen
  • Möglichkeit zu altruistische Spende von anonymisierten Daten für Forschungszwecke

Ärztinnen und Ärzte

  • Effizienz in der Datenbeschaffung zur Patientenhistorie
  • Einfacher Zugang zu innovativen Anwendungen wie z.B. Machine Learning in der Radiologie
  • Nutzung aktueller internationaler medizinischer Forschungsergebnisse 

Anwendungsentwicklerinnen und -entwickler

  • Kostenloser Zugang zu skalierbarer Dateninfrastruktur und sicherem Datenspeicher
  • Bei Zustimmung des Patienten können Gesundheitsdaten von der Plattform für Analysen genutzt werden

Forschung

  • Repräsentative Datenbasis und effizienter Zugang zur Durchführung von Analysen und klinischen Studien

Gesellschaft

  • Bessere und individualisierte Behandlungsmöglichkeiten
  • Geringere Kosten für das Gesundheitssystem