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Starke Daten helfen schwachen Herzen: HPI unterstützt Mediziner mit Echtzeit-Analysen

Wenn das Herz versagt, können verschiedene Ursachen zusammenwirken – zum Beispiel Drucküberlastung, erbliche Faktoren, Umwelteinflüsse oder Störungen im Hormonhaushalt bzw. Immunsystem. Informatikwissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) helfen Medizinern nun mit einem neuen IT-System dabei, die Risikofaktoren für Herzschwäche zu erfassen und ganzheitlich zu bewerten.

HPI-Wissenschaftlerin Milena Kraus hilft dabei, die Risikofaktoren für Herzschwäche zu erfassen und ganzheitlich zu bewerten. (Quelle: HPI)

Mit einem Demonstrator zeigt das HPI auf der CeBIT 2016 die Integration und interaktive Auswertung entsprechender Daten in einer Internet-Plattform. Diese lässt Klinik-Ärzte individuelle Behandlungsentscheidungen schneller treffen und breiter abstützen. Das vom Bundesforschungsministerium in seinem Programm "e:Med – Sys Med" geförderte Projekt SMART zielt darauf, für den einzelnen Patienten individuell zugeschnittene Vorbeugungs- und Behandlungs-Strategien zu entwickeln. Vor allem geht es um Früherkennung der komplexen Ursachen für Herzinsuffizienz sowie deren Zusammenspiels.

Dazu werden unter anderem mathematische Modelle genutzt und miteinander verknüpft, um Vorhersagen über mögliche Krankheitsverläufe und Therapieerfolge treffen zu können. Außerdem kommt am HPI die seit 2006 erforschte und entwickelte Hauptspeicherdatenbank-Technologie zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe können die Daten erstmals interaktiv und ohne langwierige Wartezeiten analysiert werden.

HPI-Kooperation unterstützt personalisierte Medizin in der Krebstherapie