Hasso-Plattner-Institut
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22.12.2010

Mit einer Dissertation zum Thema "Verarbeitung von Ereignisströmen im Betriebssystemkern" hat Nachwuchsforscher Michael Schöbel sein Promotionsprojekt am Hasso-Plattner-Institut abgeschlossen. Schöbel (31) ist der erste Promovend der HPI Research School. Das Ende 2005 gegründete Forschungskolleg des Instituts hat derzeit mehr als 40 Mitglieder. Schöbel, der aus Potsdam stammt und 2005 sein Studium im Fach IT-Systems Engineering am HPI mit dem Master of Science abschloss, hatte als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet "Betriebssysteme und Middleware" geforscht, das Prof. Andreas Polze leitet. Er ist jetzt als Softwareentwickler bei dem Potsdamer Unternehmen Software Diagnostics GmbH tätig.

In Schöbels Doktorarbeit wurde untersucht, wie das Verhalten eines Softwaresystems durch die Protokollierung von auftretenden Ereignissen, beispielsweise dem Öffnen einer Datei oder der Anmeldung eines Benutzers, analysiert werden kann. Die Anzahl der dabei zu analysierenden Ereignisse im System ist sehr groß. In der Arbeit wurde ein Ansatz entwickelt, diese Datenmenge zu reduzieren, indem sofort während der Aufzeichnung der auftretenden Ereignisse nach interessanten Ereigniskonstellationen gesucht und darauf reagiert werden kann. Mit den Ergebnissen der Arbeit kann beispielsweise ein Softwareprüfstand realisiert werden, der während der Ausführung eines Programms nach Fehlern oder ungewöhnlichem Verhalten sucht.