Hasso-Plattner-Institut
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12.08.2011

50 Jahre nach dem Bau und fast 22 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer deren kompletten Verlauf wieder zu finden, ist in der Realität unmöglich. Doch seit 2006 kann dank einer innovativen Softwaretechnologie des HPIs der Verlauf wieder sichtbar gemacht werden. Die Software hatte das HPI damals gemeinsam mit der 3D Geo GmbH, einem Potsdamer Unternehmen, das mittlerweile im Autodesk-Konzern aufgegangen ist, entwickelt.

Umgesetzt wurde die LandXplorer-Technologie des HPI im amtlichen Berliner 3D-Stadtmodell – damals das erste großräumige, systematische und integrierte virtuelle Stadtmodell Deutschlands. Entwickelt hatten die Technologie der HPI-Professor Jürgen Döllner, Leiter des Fachgebietes Computergrafische Systeme, und sein Forscherteam. Das amtliche Stadtmodell wird vom Berliner Senat auch heute noch vor allem für Aufgaben in der Stadtplanung, Stadtinformation und der Standortvermarktung genutzt. Informationen dazu finden sich im Internet unter www.3d-stadtmodell-berlin.de.

Dank der "LandXplorer"-Technologie kann seit 2006 jedermann Berlin virtuell durchstreifen. Die Entwicklung des Hasso-Plattner-Instituts erlaubt es sogar, dass am Computerbildschirm jeder selbständig beliebige Spaziergänge oder Rundflüge durchführt – also eine Echtzeit-Anwendung. Per Mausklick können im Berliner Stadtmodell auch der Mauerverlauf und die Todesstreifen-Fläche sichtbar gemacht werden, zum Beispiel durch eine rote Linie. Deutlich wird dabei selbstverständlich auch, wo die im aktuellen Berliner Stadtmodell erfassten Bauten den damaligen Mauerverlauf überlagern.

Weitere Informationen bekommt man auch auf der Website des Berliner Business Location Center, einer Organisation von Berlin Partner GmbH: www.businesslocationcenter.de/de/3d-stadtmodell/das-projekt/projektbeispiele/berliner-mauer