Hasso-Plattner-Institut
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26.08.2013

Ein Jahr nach dem Start von openHPI nutzen weltweit über 50.000 Online-Lerner die kostenlosen Angebote der interaktiven Internet-Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Dabei zeigte sich, der typische Nutzer offener IT-Onlinekurse ist 30 bis 40 Jahre alt, männlich und arbeitet seit mehr als zehn Jahren in einem technischen Beruf mit hohem IT-Anteil.

Von allen aktiven Teilnehmern hat in den vergangenen zwölf Monaten gut die Hälfte erfolgreich mit einem Zertifikat abgeschlossen. Als aktive Nutzer gelten bei openHPI solche eingeschriebenen Teilnehmer, die Hausaufgaben abgeben und sich an Diskussionen im Forum beteiligen. Zu dieser Gruppe gehört jeder Dritte. „Und betrachtet man die Gesamtzahl aller, die sich für unsere Kurse eingeschrieben haben, schließen im Durchschnitt 17 Prozent mit einem Zertifikat ab“, freut sich HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Bei einzelnen Kursen habe die Erfolgsquote sogar bis zu 23 Prozent betragen. Amerikanische Anbieter hingegen berichteten über Abschlussraten, die im einstelligen Prozentbereich liegen, so Meinel.

openHPI als Weiterbildungsangebot

Zudem sieht der Informatikwissenschaftler offene Onlinekurse, so genannte Massive Open Online Courses (MOOCs), nicht als Jugendphänomen, denn der Anteil derer, die openHPI-Kurse mit Zertifikat abschließen, ist in der Altersgruppe der 40- bis 50-Jährigen besonders hoch. „MOOCs sind also ein wichtiger Beitrag zum komfortablen lebenslangen Lernen von Berufstätigen“, folgert Meinel.

Meistgenutzt zwischen 20 und 22 Uhr

Montags werden die offenen Onlinekurse des HPI am häufigsten genutzt, da an diesem Wochentag die Hausaufgaben abgegeben werden müssen. Gut 27 Prozent der Besuche auf der sozialen Bildungsplattform finden am Wochenende statt. Die Aktivität der Online-Lerner ist zwischen 20 und 22 Uhr am höchsten, verteilt sich aber über den ganzen Tag. Im Durchschnitt dauert ein Besuch auf openHPI rund 25 Minuten.

Mittlerweile gibt es openHPI-Nutzer auf allen Kontinenten und in 114 Ländern der Erde. Die Verteilung unterscheidet sich danach, ob der Kurs in deutscher oder englischer Sprache angeboten wird: Bei deutschsprachigen Angeboten loggen sich 87 Prozent der Teilnehmer von Deutschland aus ein, bei englischsprachigen Kursen wird die openHPI-Seite in der Hälfte der Fälle vom Ausland aus besucht. Die meisten Anhänger außerhalb Deutschlands hat die IT-Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts in den USA, in Russland, Großbritannien und Spanien.

In Zukunft mehr spielerische Elemente

Derzeit arbeitet das openHPI-Team rund um Institutsleiter Meinel daran, die Plattform technisch für weiteres Wachstum zu rüsten. Gleichzeitig sollen durch „Gamification“ vermehrt spielerische Elemente eingesetzt werden, um Motivation und Lernerlebnis zu erhöhen. So ist unter anderem daran gedacht, die Nutzer bewerten zu lassen, wie gut sie Forums-Beiträge und -Antworten finden. Ferner soll es „Badges“ geben, also Auszeichnungen für besonderes Engagement, beispielsweise hohe Aktivität in Forums-Diskussionen. Zudem soll eine neuartige Navigation auf einen Blick anzeigen, welche Kursinhalte noch nicht bearbeitet worden sind.

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