Hasso-Plattner-Institut
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16.04.2013

Was schnell gelernt wird, wird auch schnell wieder vergessen. Besonders gut dagegen merkt sich das Gehirn Dinge oder Prozesse, die sehr aufwendig zu lernen waren. Diese Erkenntnisse bekamen die Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts am 15. April im Rahmen der ersten Veranstaltung des institutseigenen Soft-Skills-Kolloquiums von Dr. Rolf Specht anhand von Beispielen vermittelt: Die Muttersprache oder das Laufen vergisst das Gehirn, einmal gelernt, nie.

Zum Auswendiglernen jedoch ist es nicht konzipiert. „Das Gehirn ist keine Festplatte, sondern es ist besser als eine Festplatte“, erklärt Dr. Rolf Specht, Trainer, Coach und Mediator. Obwohl nur 1.500 Gramm schwer, ist das Gehirn extrem leistungsfähig. Unabhängig von seinem Besitzer verarbeitet es Sinneseindrücke, steuert Bewegungen und Atmung. Es organisiert sich selber, lernt permanent dazu oder vergisst Dinge, die es nicht braucht. Fürs gute und effektive Lernen heißt das, je mehr man lernt, umso einfacher wird es. Denn das Denkorgan arbeitet besser, wenn es richtig gefordert wird. Auch positive Emotionen erleichtern das Lernen. Eine vertrauensvolle Beziehung zu den Dozentinnen und Dozenten fördert demnach den Lernerfolg. Dafür gibt Specht den Studenten den nicht ganz ernstgemeinten Tipp: „Liebe Deinen Prof“.

Und was hält das Gehirn fit? Neben ausreichendem Schlaf, der richtigen Ernährung und Sport für die Gehirndurchblutung ist das Lesen von Romanen oder Sachbüchern wichtig. In Romanen taucht man in eine andere Welt ein und muss sich damit auseinandersetzen. Gedächtnistraining wie Kopfrechnen oder das Merken von Telefonnummern und Namen hält den Geist ebenso jung. Gutes Gehirnjogging ist es auch, öfter mal etwas Neues zu lernen und auszuprobieren. In diesem Fall werden neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen des Gehirns hergestellt. Specht schlägt den Studenten vor, es mit jonglieren zu versuchen. Das würde Spaß machen und gleichzeitig fit halten.

Der Referent Dr. Rolf Specht

Dr. Rolf Specht studierte Germanistik, Theologie und Theaterwissenschaften an der Universität Zürich, promovierte in Rhetorik und absolvierte verschiedene Zusatzausbildungen in den Bereichen Psychologie, Organisationsentwicklung und BWL. Heute ist er als Trainer, Coach und Mediator tätig, lehrt an mehreren Hochschulen und berät Unternehmen in Organisations- und Personalentwicklungsfragen.

Informationen zur Soft-Skills-Ausbildung am HPI

Im Rahmen seiner fundierten Soft-Skills-Ausbildung der Bachelor- und Master-Studierenden hat das Hasso-Plattner-Institut das "Soft-Skills-Kolloquium" ins Leben gerufen. Alle zwei Wochen im Semester referieren wechselnde Dozenten zu praxisrelevanten Themen und ergänzen die Fachausbildung und das allgemeine Soft-Skills-Programm.

Weitere Informationen:

  • Alle Termine des Soft-Skills-Kolloquiums