Hasso-Plattner-Institut
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14.05.2013

Foto: HPI / Archiv

Sieben, plus vier, plus sieben, ist gleich – ein Glücksmoment! Das erklärte Referentin Kerstin Helena Taubenheim den Studierenden des Hasso-Plattner-Instituts im zweiten Soft-Skills-Kolloquium des Sommersemesters, das ganz im Zeichen des Glücks stand. Aber was steckt hinter der Gleichung? Die Lösung der Glücksformel lautet: Augen schließen, Einatmen und dabei bis sieben zählen. Dann die Luft anhalten und bis vier zählen. Und zum Schluss Ausatmen und wieder bis sieben zählen. Das sollte eine Minute lang, mit geschlossenen Augen, an nichts denkend, wiederholt werden. Mit dieser Atemtechnik atmet man sehr tief und bewusst. Dadurch wird das Blut sauerstoffreicher und gleichzeitig werden Glückshormone gebildet. Glücklichsein lässt sich also bewusst erzeugen und ist erlernbar. „Will man Glück lernen, muss man üben, üben, üben. Das ist es allerdings auch Wert, für sich selber oder für ein Unternehmen“, erklärt Kerstin Helena Taubenheim, Erziehungswissenschaftlerin und Gründerin der Glücksschule in Berlin. Sie gab den Studierenden praktische Tipps, wie sich Glück lernen lässt und arbeitete hart daran, dass die Studierenden das Kolloquium glücklich verlassen.

Tipp der Glücksexpertin und Hausaufgabe zugleich: Die Studierenden sollen auf einer Liste alles notieren, was sie glücklich macht. Diese Liste sollte am besten gut sichtbar an einer Pinnwand hängen und natürlich regelmäßig gelesen werden. So setzt man sich Ziele und nimmt Gutes bewusster wahr. Ein Meilenstein auf dem Weg zum Glück ist es auch, sich zunächst einmal selber zu akzeptieren. Dafür könne man ab und zu in einen Spiegel schauen, beispielsweise bei längeren Telefonaten.

Die Wege zum Glück führen über das Zufallsglück und Wohlfühlglück. Dafür sollte man offen sein, spontan den Kontakt zu anderen Leuten suchen und ein gesundes Maß für den Genuss finden. Um allerdings das höchste Glück zu erreichen, das „Glück der Fülle“, bedarf es einer Palette an Gefühlen, denn Freud und Leid liegen dicht beieinander. Angehende Manager sollen deshalb den Mut haben, viele Erfahrungen zu sammeln, beispielsweise in Auslandssemestern. Sie sollten auf dem Weg zum Glück Misserfolge akzeptieren und sich über Erfolge wirklich freuen.

Die Referentin Kerstin Helena Taubenheim befasst sich seit 2006 wissenschaftlich mit dem Thema Glück und hat 2010 offiziell die Berliner Glücksschule gegründet.

Weitere Informationen:

  • Veranstaltungen des HPI Soft-Skills-Kolloquiums