Hasso-Plattner-Institut
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10.06.2013

Man nehme eine Süßigkeit und belohne damit herausragende Leistungen. Sicherlich ist der kurzfristige Erfolg damit gewiss. „Das Problem ist aber, dass nach einer Motivation, die auf einen äußeren Anreiz wie beispielsweise einer Belohnung beruht, die Motivation danach vorbei ist“, erklärt Tom Weber im Soft-Skills-Kolloquium des Hasso-Plattner-Instituts. Eine Motivation dagegen, bei der man etwas gerne macht, ist nachhaltiger als eine Motivation mit Belohnung. Diesen Unterschied erklärt Weber ganz praktisch: Für passende Kommentare oder gute Antworten gibt es Süßigkeiten. Was nicht belohnt wird, sich aber langfristig lohnt, sind Gedanken, wie man Motivations-Theorien im Alltag einsetzen kann, im Team, in der Gruppenarbeit oder später als Führungskraft.

Die Wurzeln der Motivation

Theoretisch funktioniert Motivation aus Sicht einer Führungskraft oder eines Seminarleiters so: Man sollte Eigenverantwortung steigern und dem Team auch Entscheidungen und Verantwortung überlassen. Wichtig ist es, zu vermitteln, dass jemand kompetent ist, beispielsweise durch Lob. Soll eine schwierige Software erklärt oder eingeführt werden, lässt man das Team zunächst einfache Aufgaben lösen. So wird gleich vermittelt, dass es zur Lösung fähig und kompetent genug ist. Nur so gelingt es, die Motivation zu erhalten.

Motiviert durch eigene Ideen

Motivierter ist man auch, wenn eigene Ideen realisiert werden können. Wenn man ohne Zeitdruck, ohne Zwang arbeitet und die Tätigkeit als sinnvoll empfindet. Das ist in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen, sollte aber jedem bewusst sein. Ein weiteres, auch für die Studierenden wichtiges Kriterium, ist die Einstellung. Mit der richtigen Einstellung entfaltet sich bewusst eine gute Laune und die Freude bei der Arbeit steigt. Und beim Studium, auch ohne Süßigkeiten.

Tom Weber arbeitet als Training Consultant bei einer Unternehmensberatung. Er unterstützt große Unternehmen bei der Einführung von SAP-Software und motiviert die Mitarbeiter dafür. Am HPI präsentierte er Theorien zur Motivation in seinem Vortrag „Muttivation – Die Mutter aller Motivationsseminare“.