Hasso-Plattner-Institut
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01.07.2008

Darmstadt/Potsdam. Mit einer einjährigen Forschungsarbeit haben die  Darmstädter Software AG und das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) einen Meilenstein im Bereich „Green IT“ erreicht. Gemeinsam wurden Methoden und Werkzeuge entwickelt, die das Zusammenwirken verschiedener IT-Systeme optimieren und damit sowohl Stromverbrauch als auch Kosten für Hardware verringern.
 
In den Rechenzentren großer Unternehmen sind der hohe Stromverbrauch und der damit einhergehende ökonomische sowie ökologische Schaden zu einer der größten Herausforderungen geworden. Um diesem entgegenzutreten, haben das Fachgebiet Betriebssysteme und Middleware des Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik und die Software AG das Projekt "SOA Eco Runtime Governance" durchgeführt und zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Auf Basis von CentraSite, dem SOA Governance System der Software AG zur Verwaltung von IT-Services, wurden innovative Verfahren entwickelt. Damit legen Administratoren großer IT-Landschaften innerhalb einer Menge von bereitgestellten Services (in einer service-orientierten Architektur) genau fest, welches Maß an Rechenleistung und damit einhergehend auch das Maß an Energieressourcen ein Service maximal verwenden darf. Dadurch wird es möglich, die Kosten für Energie, die durch Rechenleistung verbraucht werden, genau zu regulieren und zu kontrollieren. Mit Hilfe sogenannter Policies (Richtlinien), kann mittels CentraSite an zentraler Stelle definiert und auch zur Laufzeit angepasst werden, wie viel Prozent der gesamten Kapazität für einen bestimmten Service maximal reserviert werden darf.

"Durch SOA Runtime Governance geben wir der IT-Abteilung mehr Möglichkeiten, ihre verfügbaren Rechenleistungen effizienter zu verteilen und damit auch mittels Konsolidierung Wartungskosten für Hardware sowie Energiekosten einzusparen. CentraSite ist dabei die zentrale Schaltstelle, die Technologie des HPI dient als Wächter über die Systemressourcen", so Guido Laures, Director Product Management der Software AG.

„Das Projekt ‚Eco-Computing’ reiht sich in unsere Forschungsarbeiten im Bereich der Betriebssysteme ein. Generell geht es um neue Paradigmen, Architekturmuster, Schnittstellen und Implementierungstechniken zur Unterstützung dienstbasierender Systeme. Neben der Ressourcenverwaltung stehen Fragestellungen der Ausführungsplanung und Abrechnung von Diensten im Mittelpunkt der Forschung“, erklärt der Leiter des HPI-Fachgebiets Betriebssysteme und Middleware, Prof. Andreas Polze.

Software AG
Die Software AG ist der weltweit größte unabhängige Anbieter von Infrastruktursoftware für Geschäftsprozesse. Durch die Modernisierung, Automatisierung und Optimierung ihrer vorhandenen IT-Systeme und –Prozesse erreichen unsere 4.000 Kunden ihre Geschäftsziele schneller, schaffen sichtbare Werte und reagieren flexibel auf veränderte Geschäftsanforderungen. Mit den Lösungen der Software AG öffnen und steuern Unternehmen Informationen, Systeme, Applikationen, Prozesse und Services und erreichen einen hohen Automatisierungsgrad und durchgängige Transparenz.

Unser Produktportfolio umfasst marktführende Lösungen für das Datenmanagement, die Erstellung und Modernisierung von Anwendungen, serviceorientierte Architekturen und die Optimierung von Geschäftsprozessen. Wir verbinden leistungsfähige Technologie mit Branchen-Know-how und bewährten Best Practices und helfen damit unseren Kunden, ihre Unternehmensziele schneller zu erreichen.

Die Software AG hat fast 40 Jahre internationale IT-Erfahrung und ist mit rund 3.600 Mitarbeitern in 70 Ländern vertreten. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschland und ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert (TecDAX, ISIN DE 0003304002 / SOW). 2007 erzielte die Software AG einen Umsatz von 621 Millionen Euro.
Software AG http://www.softwareag.com - Get There Faster

Über das Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit circa 400 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme.