Hasso-Plattner-Institut
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17.07.2009

Potsdam. Studierende der HPI School of Design Thinking haben ein neuartiges Kühlregalsystem für Milchprodukte entwickelt. Es stellt die Verfügbarkeit von Ware mit ausreichendem Haltbarkeitsdatum sicher, kühlt stärker und verbraucht gleichzeitig weniger Energie als konventionelle Regale. Am 17. Juli präsentierte das Innovatorenteam sein für die Future Store Initiative der METRO Group entwickeltes System. Anlass war die Verabschiedung des zweiten Jahrgangs der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam.

Dank der innovativen Architektur wird das Kühlregal stets von hinten befüllt. Der Kunde entnimmt sein Produkt aber nur von vorne. „Durch diese zwei einfachen Prinzipien können wir gewährleisten, dass Produkte, die zuerst eingeräumt werden, auch zuerst entnommen werden und nicht liegen bleiben“, erläuterte Isabel Gärtner, eine der Erfinderinnen. „Gewissermaßen verbieten wir somit dem Joghurt, länger im Regal zu bleiben als nötig“, ergänzte die Potsdamer Studentin der Ernährungswissenschaft. Zu ihrem Innovatoren-Team gehörten noch die Studierenden Jasper Hugo Grote (Universität der Künste, Berlin. Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation), Patrick Kenzler (Hochschule Wismar, Innenarchitektur), Lyn Schulz (TU Berlin, Deutsch als Fremdsprache / Ethnologie) und Sascha Wolff (HU Berlin, Politikwissenschaft/Philosophie).

Um die Frische von leicht verderblichen Lebensmitteln sicherzustellen, hatten sich die Bemühungen des Lebensmittel-Einzelhandels bisher auf die Optimierung der Lieferkette konzentriert. Die Situation in den einzelnen Ladengeschäften ist aus vielfältigen Gründen komplexer. „Mit dem neuen Regalsystem setzen wir hingegen bei den Regalauffüllern und beim Kunden an. In unserem Modell ist es fast unmöglich, Produkte falsch einzuräumen und der Kunde nimmt jeweils nur die vorderste Ware aus dem Regal“, betonte Mitentwickler Sascha Wolff. Außerdem bringe das neue Design eine viel bessere Übersicht für Mitarbeiter und Kunden mit sich. „Das Thema Frische von Molkereiprodukten wird dem Kunden durch das neue Design ganz anders erlebbar gemacht, als es bislang der Fall gewesen ist“, ergänzte der Absolvent des „Design Thinking“-Zusatzstudiums am HPI.

Betreut wurde das Projektteam von drei Lehrenden der HPI School of Design Thinking: Prof. Dr. Holle Greil (Uni Potsdam), Christian Ramdohr (TU Berlin) und Lisa Davidson.

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