Hasso-Plattner-Institut
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11.02.2011

Potsdam. Einen neuen mobilen Handydienst, der Nachrichten aus sozialen Netzwerken und E-Mails als personalisiertes Radio für unterwegs hörbar macht, haben Studenten der HPI School of Design Thinking prototypisch entwickelt. Das interdisziplinäre Team kreierte damit in Zusammenarbeit mit Projektpartner Deutsche Telekom AG einen Dienst, der digitale Kommunikation in neuer Form erlebbar macht. Ihre Lösung nannten die kreativen Querdenker „Social Sounds“. Den Prototypen stellten sie am 11. Februar 2011 anlässlich der Verabschiedung des vierten Absolventenjahrgangs der Innovationsschule des Hasso-Plattner-Instituts vor.

Social Sounds ermöglicht es, auf einer integrierten Plattform – von den Studenten "T-Hub" genannt – Nachrichten, E-Mails und Statusmeldungen aus verschiedenen Kanälen zusammenzuführen und sich diese von überall aus über eine persönliche Hotline auf dem Handy anzuhören. Durch die persönliche Konfiguration der Plattform können die Inhalte jederzeit individuell angepasst werden, z.B. aus welchen sozialen Netzwerken welche Inhalte abgerufen, welche E-Mails vorgelesen oder von welchen Personen Informationen empfangen werden sollen. Dabei kann auch das Musikportal musicload.de von der Deutschen Telekom AG genutzt werden, um Nachrichten mit personalisierter Musik zu unterlegen.

Wirklich innovativ ist dabei ist die Möglichkeit, ein von dem Nutzer selbst bestimmtes Stimmprofil anzulegen, so dass Nachrichten nicht mit einer fremd klingenden Computerstimme vorgelesen werden, sondern mit einer natürlichen und vertrauten. "Mit Social Sounds wurde eine neue Produktidee formuliert, die auf die Kommunikationsbedürfnisse der Jugendlichen von heute eingeht und damit wegweisend für die digitale Kommunikation von morgen sein kann", erklärte Katrin Dribbisch, Mitglied des Design-Thinking-Teams. Damit könne der Wunsch erfüllt werden, ständig auf dem Laufenden zu bleiben, ohne dabei alles um sich herum stehen und liegen zu lassen. "Der Audio-Dienst schafft es, quasi nebenbei über verschiedene Kommunikationskanäle, wie E-Mail und Facebook, informiert zu sein und die Hände für andere Dinge frei zu haben", betonte Dribbisch.

Auftraggeber war bei der Deutschen Telekom AG deren Einheit New Business Development Product & Innovation, Personal Social Networks. "In Zusammenarbeit mit der HPI School of Design Thinking verfolgen wir das Ziel, schon heute Kommunikationsräume von Morgen zu eruieren. Die innovativen Ideen und Rechercheergebnisse können weitere Möglichkeiten innovativer Neuentwicklungen aufzeigen", sagte Frank Bindel, Leiter New Business Development, Deutsche Telekom AG.

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking

Das Zusatzstudium "Design Thinking" an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam-Babelsberg richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen. Pro Semester werden höchstens 120 Studierende angenommen – je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang. Studiengebühren fallen nicht an. Die Ausbildungsdauer beträgt ein oder zwei Semester - bei zwei Präsenztagen pro Woche in Potsdam. Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des Instituts bescheinigt. Modell hat die berühmte "d.school" der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley gestanden, das Schwesterinstitut des Potsdamer HPI. Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die vier bis fünf Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. Den Studierenden stehen erfahrene Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen zur Seite, vornehmlich aus der Wissenschaftslandschaft Berlin/Brandenburg.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT Systems Engineering“ an – eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit circa 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI kam beim jüngsten CHE-Hochschulranking unter die besten vier Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, die sich Rang 1 teilen.



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