Hasso-Plattner-Institut
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14.09.2011

Potsdam. Die Investition in ein Hochschulstudium zahlt sich nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich aus. Darauf hat der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), Prof. Christoph Meinel, am Mittwoch aufmerksam gemacht. Wie der Informatikwissenschaftler bei der Eröffnung des Forums "Meaningful Investments" betonte, liegt der öffentliche Ertrag aus der Hochschulbildung in Deutschland bei durchschnittlich 170.000 US-Dollar pro Person. Meinel bezog sich auf eine am Dienstag veröffentlichte Studie der OECD. Sie zeige zudem, dass die individuellen Renditen aus einem Hochschulstudium zwischen acht und zwölf Prozent lägen, also weit über dem Niveau des Kapitalmarkts. Für das speziell vom HPI angebotene Studium des Fachs IT-Systems Engineering geht Meinel von einer noch höheren Marge aus. Das Forum, auf dem der Potsdamer Wissenschaftler sprach, wurde veranstaltet vom Wagniskapitalfonds Hasso Plattner Ventures (HPV). 250 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur nahmen an der Veranstaltung im Hörsaalgebäude des Hasso-Plattner-Instituts teil.

Meinel, der auch das HPI-Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme leitet, wies in seinem Vortrag ferner darauf hin, dass es sinnvoll sei, in die Entwicklung des Netzes zu investieren. Zwei Drittel der Nutzer verbesserten im Web ihre Allgemeinbildung, zitierte Meinel eine ebenfalls am Dienstag veröffentlichte Umfrage des IT-Branchenverbands BITKOM. Somit werde das Internet tatsächlich zum zentralen Bildungsmedium des 21. Jahrhunderts. Das HPI trage dem Rechnung, indem es seine Lehre über das Tele-Teaching-Portal www.tele-task.de kostenfrei der Allgemeinheit zugänglich mache.

Meinel dankte Wissenschaftsmäzen Prof. Hasso Plattner für seine umfangreichen Investitionen in den Bildungsstandort Potsdam. Das von ihm gestiftete Institut sei ein Ort, an dem sowohl international anerkannter IT-Führungsnachwuchs als auch zukünftige Innovatoren ausgebildet würden. Zudem liefere die wissenschaftliche Forschung an der HPI Research School und an den Fachgebieten fundierten Erkenntnisgewinn bei hoher Praxisrelevanz. "Hier werden sogar neue IT-Produkte und Geschäftsmodelle ersonnen, wie unsere Beiträge zur Entwicklung der neuen Hauptspeicher-Datenbanktechnologie zeigen", sagte Meinel. Auch vom HPI-Spitzenforschungslabor "Future SOC Lab" gingen Impulse zur Meisterung neuer technologischer Herausforderungen aus. Der HPI-Direktor wies ferner darauf hin, dass sich das Institut mit wesentlichen Beiträgen am gesellschaftlichen Diskurs über die Herausforderungen der digitalen Revolution beteilige. Meinel nannte in diesem Zusammenhang zum Beispiel das Engagement für das Internet der neuen Generation (IPv6) und den IT-Gipfelblog.

Mehr zur OECD-Studie: www.bmbf.de/press/3148.php
Mehr zur BITKOM-Umfrage: www.bitkom.org/de/presse/8477_69365.aspx
Mehr zum HPV-Forum: www.hp-ventures.com/events.html

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