Hasso-Plattner-Institut
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14.05.2012

Potsdam. Durch den Zugang eines von weltweit drei 1000-Kerne-Rechnern hat das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik die Leistungsfähigkeit seines hochmodernen Spitzenforschungslabors „HPI Future SOC Lab“ drastisch erhöhen können. Für komplexe Hochleistungsrechenverfahren verfügt das HPI damit nun über eine Rechnerinfrastruktur mit insgesamt 1500 Rechenkernen, rund 30 Terabyte (TB) Arbeitsspeicher und über 200 TB Festplattenspeicher. Die Flashspeicher-Kapazität liegt bei 90 TB. HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel betonte, dass Forscher aus aller Welt über das Internet kostenlos diese Ressourcen nutzen könnten, die sonst für den universitären Bereich unerschwinglich und unerreichbar blieben. Meinel sprach von einer „Forschungsausstattung, wie sie sonst nur in führenden internationalen Konzernen der Informationstechnologie-Branche zu finden ist“. Vergleichbare Rechnercluster mit 1000 Kernen sind derzeit lediglich noch in zwei SAP-Labors in Deutschland und den USA im Einsatz.

Seit der Eröffnung des Potsdamer HPI Future SOC Lab im Juni 2010 konnten über 100 Forscher mehr als 30 Projekte erfolgreich abschließen. Die Abkürzung SOC steht für Service-oriented Computing. Wissenschaftler des HPI, der Universität Potsdam sowie aus anderen Hochschulen, Instituten und Unternehmen untersuchen mit Hilfe des Spitzenforschungslabors zum Beispiel die Optimierung von Geschäftsprozessen, den Einsatz und die Verbesserung neuester Technologien des Hauptspeicher-Datenmanagements sowie Fragestellungen rund um Cloud Computing, Adressierung und Sicherheit in Netzwerken, Video-Analysen, Molekular- und System-Biologie sowie Medizin.

 Die Pressemitteilung als PDF und Pressebilder.