Hasso-Plattner-Institut
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08.03.2013

Hannover/Potsdam. Ideen für einen attraktiveren Informatikunterricht haben Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Deutschland zwei Tage lang während Innovationsworkshops auf der CeBIT entwickelt. Am Stand des Hasso-Plattner-Instituts (Halle 9, A34) machten rund 20 Pädagogen aus Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hessen kreative Vorschläge für eine Didaktik, welche besser auf die Bedeutung der Informationstechnologie im Alltag der Schülerinnen und Schüler eingeht.

"Vor allem für Mädchen, die noch wenig Spaß an IT haben und eher auf Drängen der Eltern am Informatikunterricht teilnehmen, könnte nach Ansicht der Workshopteilnehmer eine Verbindung mit kreativen Ausdrucksformen aus dem Kunstunterricht Lust auf Programmieraufgaben machen", berichtete Rosina Geiger. Sie hatte am Hasso-Plattner-Institut den CeBIT-Lehrerworkshop organisiert und mit der Innovationsschule HPI School of Design Thinking am 7. und 8. März durchgeführt. Dem Mädchentyp, der ihnen beim Brainstorming vorschwebte, gaben die Pädagogen den Namen Susi.

Wenn Schülerinnen wie diese Susi erst einmal Bilder von dem angefertigt hätten, was sie interessiere, könnten sie anschließend leichter an einfache Computerprogrammierung herangeführt werden, zum Beispiel mit der Entwicklungsumgebung "Scratch", sagte Geiger. Sie zeigte sich beeindruckt davon, wie begeistert die Informatik- und Mathematik-Lehrer mitgemacht und sich sofort als Team gut verstanden hätten. Die Praxistauglichkeit ihrer Ideen testeten die Pädagogen vor Ort in den CeBIT-Hallen im Gespräch mit Jugendlichen und anderen Messegästen.

Von Donnerstag bis zum Messeende am Samstag bereitet das Hasso-Plattner-Institut 80 Schülerinnen und Schülern aus zwölf deutschen Bundesländern besondere Erlebnistage auf der CeBIT. Die an Informatik interessierten Jugendlichen zeigten sich bereits an den ersten beiden Tagen angetan davon, dass Studierende des HPI sie jeweils umfassend betreuen. Sie bekommen besonders interessante Messestände gezeigt und können mit den Studentinnen und Studenten aus Potsdam ausführlich über ein mögliches späteres Informatikstudium und die neusten IT-Trends diskutieren. 

Schwerpunktthema der Potsdamer Elite-Schmiede für IT-Ingenieure war auf der Shareconomy-CeBIT die neue Internet-Bildungsplattform openHPI.de. Mehr als 200 neue Interessenten registrierten sich während der Messetage als Studenten für die kostenlosen offenen Online-Kurse zur Informationstechnologie, darunter auch CeBIT-Vorstand Frank Pörschmann. Die Potsdamer Tele-Teaching-Experten teilten auf dem Hightech-Event ihr IT-Wissen unter dem Motto "Push your knowledge. Get new perspectives."

Die neuen Perspektiven, die exzellente universitäre Lehre und Forschung vermitteln, symbolisierte der HPI-Stand auf außergewöhnliche Art und Weise: Manche Messemöbel hingen an der Decke, andere schienen zu schweben. Als Giveaway verteilte das Uni-Team, darunter viele Studierende, Studentenfutter - versehen mit dem Hinweis "Energieschub für Wissenshungrige".