Hasso-Plattner-Institut
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24.09.2013

Potsdam. Neue Zugänge zur Filmwelt verschaffen ab 1. Oktober das Potsdamer Start-up-Unternehmen cENTERTAIN.ME und das Hasso-Plattner-Institut (HPI). Filmliebhaber brauchen sich dann dank neuer Technologie ihre Informationen über Filme nicht mehr mühsam selbst aus dem Internet suchen, sondern bekommen sie aus einer Hand. Die grundlegende und innovative Software für das Funktionieren des neuen Potsdamer Kino-Trailer-Webdienstes steuern Wissenschaftler aus dem HPI-Fachgebiet Internet-Technologien und -Systeme bei. Senior Researcher Dr. Harald Sack wird die semantische Suche nach einander verwandten Inhalten am Dienstag, 1. Oktober, bei einer Pressekonferenz des jungen Babelsberger Unternehmens vorstellen (10 Uhr, Filmmuseum Berlin, Potsdamer Str. 2).

Zu den auf der neuen Plattform www.centertain.me regelmäßig neu vorgestellten Kino-Trailern, die Lust auf bevorstehende Filmstarts machen sollen, werden neben Produkten, die in den Ankündigungs-Filmen empfohlen werden, auch weitere Filme, Dokumentationen oder auch Fernsehserien vorgeschlagen. Anders als bei bekannten Empfehlungssystemen werden die Vorschläge nicht aus der Benutzerhistorie ermittelt ("Der Käufer dieses Films hat auch jene Filme angesehen..."), sondern das geschieht intelligent über inhaltliche Zusammenhänge. 

„Zu diesem Zweck setzt unsere Software die zugrundeliegenden Medien nach inhaltlichen und kontextbezogenen Gesichtspunkten und Zusammenhängen miteinander in Bezug und stellt interessante Verknüpfungen her“, erläutert der HPI-Wissenschaftler. Im einfachsten Fall kann das beispielsweise über die gleiche Kombination von Schauspielern und Regisseur erfolgen, aber auch über inhaltliche bzw. thematische Gemeinsamkeiten wie etwa vergleichbare Handlungsrahmen, Orten und Zeiten der Handlung, Themen und Figuren. 

In einer ersten Ausbaustufe wird zuerst nur der Redakteur der Kino-Trailer-Plattform bei der Auswahl von Filmvorschlägen unterstützt. „Durch die Einbeziehung von Feedback wird das System dazu lernen. Das macht die getroffenen Empfehlungen immer besser“, verspricht Sack. Später einmal soll jedem Benutzer auf diese Weise ein individuelles und exploratives Durchstöbern großer Videodatenbestände anhand intelligenter Vorschläge ermöglicht werden. Das ist keine geringe Herausforderung, denn die Software des Hasso-Plattner-Instituts muss sehr unterschiedliche Datenquellen (z.B. Wikipedia, Filmdatenbanken, Filmwebseiten, etc.) integrieren und miteinander verknüpfen. Außerdem ist hohe Aktualität zu gewährleisten, denn Kino-Trailer beziehen sich ja auf aktuelle bzw. gerade erst angekündigte Kinofilme.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze.

 

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