Hasso-Plattner-Institut
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12.11.2013

Potsdam. Wer sich in der Informationstechnologie mit aktuellem Uni-Wissen auf dem Laufenden halten will, bekommt vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) auch im kommenden Jahr fu?nf kostenlose Onlinekurse angeboten. Die jetzt vero?ffentlichte U?bersicht u?ber openHPI-Angebote fu?r 2014 nennt als Themen Konzepte parallelen Rechnens, Vernetzung per Internetprotokoll TCP/IP, semantische Web-Technologien, In-Memory Data Management und Einfu?hrung in die Internetsicherheit. Die jeweils sechswo?chigen Massive Open Online Courses (MOOC) startet das Hasso-Plattner-Institut auf seiner interaktiven Bildungsplattform openHPI.de am 3. Februar, 31. Ma?rz, 26. Mai, 1. September und 27. Oktober 2014.

OpenHPI bietet seine kostenlosen, fu?r jeden frei zuga?nglichen Onlinekurse zu Themen der Informationstechnologie seit September 2012 an - in deutscher und englischer Sprache. Rund 56.000 interessierte Online-Lerner aus mehr als 114 La?ndern sind derzeit auf openHPI registriert. Ende Oktober startete der siebte Kurs, bei dem es um das genaue Versta?ndnis von Gescha?ftsprozessmodellen geht. Sechs Kurse sind bereits im Archiv-Modus nutzbar. Mittlerweile bedient sich auch der Softwarekonzern SAP der technischen Plattform des HPI, um u?ber open.sap.com eigene Onlinekurse fu?r Mitarbeiter, externe Entwickler und Kunden anzubieten.

Aufgrund des internationalen Erfolgs wird das Hasso-Plattner-Institut seine interaktive Bildungsplattform openHPI.de weiter ausbauen. Wie HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel bekanntgab, wird das zugrunde liegende System derzeit technisch fu?r weiter rapide steigende Nutzerzahlen vorbereitet. „Außerdem stellen wir neue Funktionen bereit und integrieren soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder LinkedIn, um den Umgang mit unserem openHPI-Diskussionsforum zu erleichtern“, ku?ndigte der Potsdamer Informatikwissenschaftler an. Das Ganze werde in den na?chsten Monaten schrittweise eingefu?hrt.

Nach Meinels Worten soll Nutzeraktivita?t auf der Online-Plattform ku?nftig durch spielerische Elemente („Gamification“) weiter angeregt und belohnt werden: Lernende, die sich in die Community einbringen, ko?nnen verschiedene Auszeichnungen erhalten und ihre Fortschritte mit denen anderer Teilnehmer vergleichen. Außerdem ko?nnen sich Nutzer durch aktive Beta?tigung in Diskussionsforen einen Expertenstatus erarbeiten und ihren Aussagen im Forum dadurch mehr Gewicht verleihen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Darstellung der Inhalte auf mobilen Endgera?ten.

„Durch die geplante Integration sozialer Netzwerke werden die openHPI- Teilnehmer noch besser gemeinsam mit ihren Freunden und Bekannten lernen und dabei zum Beispiel auch Videotelefonie-Angebote wie Google- Hangouts nutzen ko?nnen“, verspricht Meinel. Im Diskussionsforum der Plattform werde es zudem einfacher werden, sich auch u?ber la?ngere Beitra?ge und bei umfangreicheren Frage-Antwort-Wechseln zurechtzufinden. „Die Teilnehmer werden eingeladen, hilfreiche Antworten zu bewerten und besonders interessante Diskussionsstra?nge zu markieren“, sagte Meinel.

Was die Lehr-Videos auf openHPI anbetrifft, untersuchen die Tele-Teaching- Experten des HPI derzeit, wie mit Hilfe der Community textliche Abschriften und Untertitel in verschiedenen Sprachen bereitgestellt werden ko?nnten. „Auf diese Weise sollen auch ho?rgescha?digte Teilnehmer und Studenten, denen ausreichende Sprachkenntnisse in der jeweiligen Kurssprache fehlen, besser an unseren Kursen teilnehmen ko?nnen“, erla?uterte Meinel. Als technischen Vorteil hob er hervor, dass openHPI nach dem Ausbau nicht nur noch schneller sein, sondern auch eine modulare, dienstbasierte Software- Architektur aufweisen werde: „Das erleichtert uns zuku?nftige A?nderungen und interessante Erweiterungen“, so Meinel.

Die Internet-Bildungsplattform openHPI ist dadurch weltweit einzigartig, dass sich die Inhalte auf Informationstechnologie und Informatik konzentrieren und die Kurse sowohl in deutscher als auch englischer Sprache angeboten werden. Im Unterschied zu „traditionellen“ Vorlesungsportalen folgen die Kurse bei openhpi.de einem festen sechswo?chigen Zeitplan - mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelma?ßige Hausaufgaben und Pru?fungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einer sozialen Plattform, auf der sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen kla?ren und weiterfu?hrende Themen diskutieren ko?nnen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut fu?r Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universita?res Exzellenz-Zentrum fu?r IT-Systems Engineering. Als einziges Universita?ts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 470 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule fu?r Studenten nach dem Vorbild der d.school an der Stanford University, bietet ja?hrlich 240 Pla?tze fu?r ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und u?ber 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut ta?tig. Es betreibt exzellente universita?re Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School fu?r Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen fu?r alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenpla?tze. 

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