Hasso-Plattner-Institut
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24.03.2014

Pressemitteilung

Schüler programmieren das Haus der Zukunft beim MINT-Camp am HPI

Potsdam. 30 Oberstufenschülerinnen und -schüler aus ganz Deutschland hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) zu einem Camp nach Potsdam eingeladen. Vom 1. bis 5. April lernen die Nachwuchsinformatiker erste Schritte, um das vernetzte Haus der Zukunft zu programmieren. In diesem bestellt der Kühlschrank z.B. selbständig benötigte Produkte nach. Das von HPI-Studenten geleitete Camp knüpft an Inhalte des deutschlandweit einmaligen Studiengangs IT-Systems Engineering an, bezieht aber auch die kreativen Methoden der Innovationsschule HPI School of Design Thinking ein.

Gearbeitet wird bei dem Camp am HPI mit kleinen, flexibel einsetzbaren Hardwarebausteinen, den „Microsoft .NET Gadgeteers“. Mit diesen lassen sich leicht Prototypen bauen. Ergebnisse sind dadurch schnell sichtbar. Die Ideen für die Projekte werden im Rahmen eines Design Thinking-Prozesses gefunden. Anschließend programmieren die Teilnehmer ihren Hardwareaufbau und testen ihre Idee auf Nutzbarkeit. Die leichte Änderbarkeit des Hardwareaufbaus ermöglicht es, den Prototyp ohne großen Aufwand zu verbessern.

Neben ihren Entwicklungsaufgaben haben die Informatik-Nachwuchstalente auch Gelegenheit, das Campusleben am HPI kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Sie werden während des gesamten Camps von Studenten des HPI betreut. Dabei bieten sich vielfach Gelegenheiten zu Gesprächen rund um das Thema Studien- und Berufswahl. Die Teilnehmer lädt das von SAP-Mitgründer Prof. Hasso Plattner finanzierte Uni-Institut ein, sich im Anschluss an das Camp für einen der jährlich 80 Bachelorstudienplätze zu bewerben. Nicht wenige der HPI-Studenten sind MINT-EC-Alumni.

"Am Hasso-Plattner-Institut ist es uns sehr wichtig, begabte Schülerinnen und Schüler für das Studium der Informatik zu begeistern und sie darauf vorzubereiten. Mit Veranstaltungen wie dem MINT-Camp schlagen wir dafür Brücken zwischen Schule und Hochschule", erklärt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Er erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass ein erfolgreich absolviertes Studium in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auch künftig exzellente Jobchancen biete.

Kurzprofil MINT-EC

Der Verein MINT-EC ist ein Netzwerk mathematisch-naturwissenschaftlich profilierter Gymnasien. Die Mitglieder zeigen herausragendes Engagement im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und fungieren dadurch als „Leuchttürme“ in ihrer Region. Derzeit gehören 184 Schulen in Deutschland sowie eine Deutsche Auslandsschule (Istanbul Lisesi) dem Netzwerk an. In Brandenburg gibt es neun und in Berlin sieben MINT-EC-Schulen. MINT-EC-Schule wird man auf Basis einer erfolgreichen schriftlichen Bewerbung.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 470 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet pro Jahr 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.