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14.03.2016

Pressemitteilung

CeBIT: Bildungsministerium und HPI machen sich stark für mehr Frauen in der IT

Hannover/Potsdam. Einen ersten speziellen Onlinekurs für Mädchen, der Schülerinnen an die Informationstechnologie heranführen soll, hat das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) im Beisein von Bildungsministerin Prof. Johanna Wanka angekündigt. Am Eröffnungstag der CeBIT nahm Wanka vor der Kamera auf dem HPI-Stand (Halle 6, D18) ein Grußwort an die Teilnehmerinnen auf, die ab 6. Juli den zweiwöchigen kostenlosen Online-Workshop auf der Bildungsplattform openHPI des Instituts mitmachen werden. Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel sagte: "Wir hoffen, dass gerade die Schülerinnen im deutschsprachigen Raum die Botschaft der Bildungsministerin als klare Einladung zum Mitmachen verstehen".

Initiatorin und HPI-Bachelorstudentin Lisa Ihde (20) aus Potsdam stellte Wanka ihr Konzept vor. "Ich finde es sehr wichtig, dass auch Politikerinnen Mädchen und junge Frauen aktiv motivieren, die Informatik für sich zu entdecken", so Ihde, die aus Oranienburg stammt. Sie habe sich mit Wanka darüber unterhalten, warum bei vielen Schülerinnen die Begeisterung für das Programmieren zunächst ausbleibe: "Meiner Erfahrung nach liegt das nicht so sehr an den Inhalten, sondern an der Ansprache. Mädchen interessieren sich häufig eher für die kreativen, gestalterischen Möglichkeiten, die die Informatik bietet", erklärte Ihde.

Vom 6. Juli an will sie zwei Wochen lang jungen Frauen auf openHPI zeigen, wie diese eine eigene Homepage designen können. "Zur Zielgruppe gehören Mädchen, die als Weltenbummler ihre Erfahrungen und Fotos auf einer eigenen Webseite teilen wollen, sich in Fashionblogs über neueste Mode-Trends informieren und vielleicht in einem eigenen Blog ihre persönlichen Lieblingsstücke präsentieren möchten", sagt Ihde. Im Blick habe die Bachelorstudentin, die in der Freizeit gerne tanzt, aber auch Schulklassen mit dem Wunsch nach einer eigenen Internetseite, "auf der jeder auf einen Blick seht, was in den nächsten Wochen so ansteht und was auf Klassenfahrten nicht fehlen darf".

In dem zweiwöchigen Onlinekurs (Anmeldung unter https://open.hpi.de/courses/homepage2016) wird die 20-jährige HPI-Studentin zeigen, wie die Teilnehmerinnen in wenigen Schritten zu ihrer eigenen Homepage gelangen und was sie dabei hinsichtlich Urheberrechten, Bild- und Farbzusammenstellung beachten sollten. Außerdem erfahren die MOOC-Teilnehmerinnen, woher sie sich witzige Icons holen und sogar eigene Icons, ein eigenes Logo und vieles mehr entwickeln können.

Die junge Kursleiterin engagiert sich neben dem Studium als Mentorin bei verschiedenen Schülercamps, CoderDojos und Workshops des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam. Aber nicht nur am HPI kümmert sie sich um den Programmier-Nachwuchs, sondern auch bei anderen Events von der Open Knowledge Foundation Deutschland über Mozilla und Google bis hin zu Junge Tüftler. Außerdem leitet sie regelmäßig einen Workshop an einer Potsdamer Kita und ist als Redaktionsleiterin der Studierendenzeitschrift "HPImgzn" tätig.

Hinweis für Redaktionen: Sämtliches Material (Texte/Fotos/Videos) zu allen CeBIT-Themen des HPI ist unter www.hpi.de/cebit zu finden.

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Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH an der Universität Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 240 Plätze für ein Zusatzstudium an.

Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen zehn IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze. Mit openHPI.de bietet das Institut seit September 2012 ein interaktives Internet-Bildungsnetzwerk an, das jedem offen steht.