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30.07.2018

Pressemitteilung

Design Thinking: Chinesische Kinder lassen Erwachsene Geschichten neu erzählen

Potsdam. Das Erzählen von Geschichten ist ein fundamentaler Teil der menschlichen Kultur und nicht nur Kinder lieben es, sich in spannende und fantasievolle Handlungsstränge zu vertiefen. Um neue, innovative Formen des Geschichtenerzählens geht es bei einem Design-Thinking-Workshop mit 40 chinesischen Kindern vom 30. Juli bis 1. August, den die School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) zusammen mit dem chinesischen Startup YouthMBA veranstaltet. YouthMBA bietet verschiedene Kurse in Design Thinking und Entrepreneurship für Kinder und Jugendliche in China an.

In der innovativen, experimentellen Lernumgebung des Potsdamer HPI, der sogenannten D-School, in der normalerweise Studenten und Berufstätige Design Thinking erlernen, werden sich die Schulkinder an drei Tagen intensiv damit beschäftigen, wie Geschichten vermittelt werden. „Die Kinder werden von uns die Aufgabe bekommen, mithilfe der Innovationsmethode Design Thinking kreative Lösungen zu entwickeln, die Erwachsenen dabei helfen, gute Geschichten zu erzählen“, erklärt HPI-Doktorand und Design-Thinking-Forscher Axel Menning, der den Workshop zusammen mit der Innovationsexpertin Miriam Yasbay leitet.

Die beiden wollen zeigen, dass jeder bedeutungsvolle Veränderungen gestalten kann – unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Hintergrund. „Das Besondere ist, dass die Kinder das Geschichtenerzählen als etwas Verbindendes erfahren. Nicht nur für sie sind Geschichten spannend, mitreißend und wertvoll, sondern wir alle, Jung oder Alt, teilen dieses Erleben. Interessant ist, dass die Kinder zu Design-Experten werden, die im Team Lösungen für Erwachsene entwickeln“, sagt Miriam Yasbay. 

Während des Workshops werden die Kinder verschiedene Formen des Geschichtenerzählens kennenlernen und diese selbst ausprobieren. Sie werden Erwachsene interviewen, Probleme identifizieren und aus ihrer Perspektive Lösungen und Prototypen für Erwachsene entwickeln.

Der Workshop von YouthMBA und der HPI School of Design Thinking findet zum zweiten Mal in Potsdam statt.

Über die HPI School of Design Thinking

Die HPI School of Design Thinking bietet ein in Europa einmaliges Zusatzstudium für die nutzerzentrierte Innovationsmethode Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam-Babelsberg an. Modell hierfür stand die „d.school“ der US-Universität Stanford im Silicon Valley sowie die kalifornische Designschmiede IDEO. Revolutionär an der Zusatzausbildung ist, dass sowohl die Studierenden als auch ihre Professoren und Dozenten aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. In kleinen Teams, zum Teil auch mit Partnern aus der Wirtschaft, entwickeln sie gemeinsam Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sind. Die derzeitigen Studierenden der HPI School of Design Thinking stammen aus 20 Nationen, von 60 Universitäten und aus 70 Disziplinen. Den Studierenden stehen als Lehrende im laufenden Semester 35 erfahrene Professoren, Doktoren und Assistenten aus verschiedenen Fachbereichen der Wissenschaftslandschaft in der Metropolenregion Berlin/Brandenburg zur Seite.

 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“ und „Data Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.