Hasso-Plattner-Institut
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09.08.2018

Pressemitteilung

Digitale Bildung: HPI-Wissenschaftler führend bei Publikationen zu offenen Onlinekursen

Von 20 Wissenschaftlern, die weltweit am meisten zum Thema „Offene Onlinekurse“ publizieren, forschen allein drei am Hasso-Plattner-Institut (HPI). Das ergab eine Studie, die jetzt in London auf der Konferenz „Learning @ Scale“ https://learningatscale2018.com/ vorgestellt wurde. Wie die französischen Experten Kristine Lund und Sebastian Grauwin aus Lyon zusammen mit ihrem US-Kollegen Bodong Chen aus Minneapolis herausfanden, führt HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel die Liste der Autoren von wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Thema „Massive Open Online Courses“ (MOOC) mit weitem Abstand an. Mit unter den Top 20-Autoren sind auch die HPI-Doktoranden Jan Renz und Thomas Staubitz aus Meinels Fachgebiet „Internet-Technologien und -Systeme“.

Lund, Grauwin und Chen hoben hervor, dass die beiden Potsdamer Wissenschaftler Meinel und Staubitz sowohl informatik- als auch bildungswissenschaftliche Themen behandeln. Renz steuerten den Literaturrecherchen nach Publikationen bei, die spezifisch der Themenkategorie Bildung zuzuordnen sind.

Die in London präsentierte Studie war der Frage gewidmet, wie interdisziplinär die Forschung von Bildungs- und Informatikwissenschaftlern zu offenen Onlinekursen ausgerichtet ist. Ausgewertet wurden 3.380 bibliographisch erfasste Veröffentlichungen, die bis 2016 erschienen sind. Bei den meisten inhaltlichen Fragestellungen sei das Verhältnis von Autoren aus Informatik- und Bildungs-Wissenschaft ausgeglichen, so das französisch-amerikanische Forscher-Trio.

HPI-Direktor Meinel und sein Team aus E-Learning-Wissenschaftlern lädt MOOC-Experten am 19. September zur Fachtagung openHPI-Forum nach Potsdam ein. Titel der Veranstaltung: „MOOCs machen Karriere“. Geboten werden Austausch und Einblicke aus Forschung und Wirtschaft. Den Hauptvortrag hält die Direktorin der französischen Internet-Bildungsplattform FUN-Campus https://www.fun-campus.fr/, Catherine Mongenet. Auch Vertreter internationaler Konzerne (SAP) und Organisationen (WHO) kommen zu Wort. HPI-Forscher präsentieren Ergebnisse aus der Datenanalyse von Lernprozessen.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI gut 508.000 Kurseinschreibungen registriert. Mehr als 177.000 Personen aus 180 Ländern gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher 54.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2018 umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen gut 50 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“ und „Data Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.