Hasso-Plattner-Institut
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05.12.2018

Pressemitteilung

Ein Jahr digitale Weiterbildung gratis: openHPI weitet sein Programm aus

2019 baut das Hasso-Plattner-Institut (HPI) sein Angebot kostenloser Onlinekurse zu Informationstechnologie- und Innovations-Themen weiter aus: Das neue Jahresprogramm der Bildungsplattform https://open.hpi.de hält 14 Gratis-Kurse für digitale Weiterbildung bereit. Von Schülern und Studenten über Jobsuchende und Berufstätige bis hin zu Senioren kann jeder etwas finden, um sich in Sachen Digitalisierung auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Die Serie an zwei- bis sechswöchigen „Massive Open Online Courses“ (MOOC) für Einsteiger und IT-Experten startet am 16. Januar mit einem Grundkurs über Verschlüsselungstechniken. Ein Onlinekurs zum Schutz des eigenen Ichs im Netz folgt am 20. Februar und informiert über digitale Identitäten und ihre Verteidigung gegen Identitätsdiebstahl. Ebenfalls zu erhöhtem Sicherheitsbewusstsein beitragen soll das Kursangebot zum Thema „Blockchain - Sicherheit auch ohne Trust Center“ (Start: 27. März).

Sicherheitskurse im Dreier-Pack

Für diese drei Einzelkurse gibt es eine gemeinsame Prüfungswoche – ein Novum bei openHPI. Vorteil für die Lerner: Sie haben die Chance, bei Erfolg ein gebündeltes Zertifikat zu erhalten, vergleichbar den qualifizierten Zertifikaten, die es sonst nur nach 6-Wochen-Kursen gibt. Mit diesem Zeugnis können die Teilnehmer beispielsweise ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie sich vertieftes Wissen über Grundlagen der Cybersecurity angeeignet haben.

Als Ergänzung zu diesen drei eher theoretischen Sicherheitskursen lernen Interessierte ab dem 22. Mai im praxisorientierten Kurs „Sichere E-Mail“, wie sie E-Mails verschlüsseln und sicher versenden können.

Schülerinnen und Schülern den praktischen Umgang mit Micro Controllern schmackhaft machen soll ein zweiwöchiger Online-Workshop ab 2. Mai. In ihm werden die Teilnehmer lernen, diese Art von Mini-Computern so zu programmieren, dass zum Beispiel Modellboote ferngesteuert und Pflanzen automatisch bewässert werden können. Ab 11. September, also nach der Sommerferienzeit, bietet openHPI einen sechswöchigen Onlinekurs an, in dem die grundlegende technische Funktionsweise des Internets erläutert wird.

Hochaktuell: Künstliche Intelligenz und Design Thinking

Auch andere, hochaktuelle IT- und Innovations-Themen greifen die Kursleiter der Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts auf. So geht es in einem Praxiskurs ab 20. März um das Innovationskonzept Design Thinking. Kurs-Titel: „Vom Brockhaus-Denken zum vernetzten Denken“. Ein weiterer Praxiskurs macht im Herbst (Start: 18. September) mit den Grundlagen der Zusammenarbeit in internationalen Teams vertraut. Vom 16. Oktober an läuft auf openHPI ein kostenloser Onlinekurs, der in das Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI) einführt.

Eher für IT-Experten gedacht sind zwei Onlinekurse zu Fragen des Patentschutzes für Software und des Einsatzes von Großrechenzentren in Wissenschaft und Wirtschaft. Beide beginnen am 6. März. Wie Unternehmen mit virtuellen Netzwerken mehr Bandbreite bekommen und dabei noch Geld sparen können, lernen Spezialisten der Wirtschaft in einem auf sie zugeschnittenen Onlinekurs ab 24. April. Grundlagen modernen Data Engineerings stehen ab 23. Oktober auf dem openHPI-Programm.

„Im Laufe des Jahres wollen wir das Angebot noch um weitere Themen ergänzen“, berichtet HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Plattformnutzer werden darüber regelmäßig im Newsletter informiert.

Digitales Grundwissen in die Breite der Gesellschaft tragen

Ziel der Bildungsplattform ist es, mit ihren kostenlosen Onlinekursen digitales Grundwissen in die Breite der Gesellschaft zu tragen. Schon früh haben die HPI-Wissenschaftler erkannt, dass insbesondere Berufstätige zwischen 30 und 60 Jahren das digitale Lernangebot sehr gerne annehmen, um sich digital fit zu halten und beruflich weiterzukommen.

Den Gratis-Zugang zu neustem Hochschulwissen bietet openHPI grundsätzlich allen Interessenten an. Alles wird finanziert von Stifter Prof. Hasso Plattner, einem der Gründer des Softwarekonzerns SAP. „Unserem Mäzen liegt am Herzen, dass auch andere eine so gute Bildung geschenkt bekommen wie er sie genoss“, berichtet Meinel.

Selbst abgeschlossene Onlinekurse weiter nutzbar

Jährlich bietet die Internetplattform openHPI auf Deutsch, Englisch und Chinesisch mehr als ein Dutzend kostenlose Online-Kurse bzw. -Workshops an. Diese sind übers Jahr verteilt und dauern zwei, vier oder sechs Wochen. Selbst die fast 60 abgeschlossenen Kurse, die bereits archiviert sind, können die Interessenten nach wie vor nutzen. Die Materialien sind von jeglichem Gerät mit Internet-Zugang abrufbar.

Interaktives, flexibles Lernen mit Komfort

Video-Lektionen, Selbsttests, Forums-Diskussionen mit anderen Teilnehmern, Hausaufgaben, Prüfungen – das alles gehört zum openHPI-Angebot. Das Lernziel könne jeweils meist mit drei bis sechs Stunden Zeitaufwand pro Woche erreicht werden, so Meinel. Wer unterwegs einmal offline ist und dennoch lernen will, den unterstützt eine App beim mobilen Lernen zwischendurch. Bei erfolgreicher Bewältigung des Stoffs erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat des renommierten Instituts.

Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI

Seine interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschulwissen aus den sich schnell verändernden Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Bislang sorgten rund 185.000 Teilnehmer in aller Welt für etwa 534.000 Kurseinschreibungen. Für besonders erfolgreiche Absolventen seiner "Massive Open Online Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher fast 59.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen fast 60 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden - ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann dafür die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den drei Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“ und „Data Engineering“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 14 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.