Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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11.06.2019

Pressemitteilung

openHPI zeigt gratis: So schützt man E-Mails vor Mitlesen und Manipulation

Für die Gefahren des Mitlesens und Veränderns von E-Mails durch Dritte sensibilisieren will ein kostenloser vierzehntägiger Online-Workshop, den das Hasso-Plattner-Institut (HPI) ab Mittwoch, 12. Juni, anbietet. Auf der IT-Lernplattform openHPI kann sich jeder Internetnutzer dafür anmelden unter https://open.hpi.de/courses/email2019. Der Kurs vermittelt auch, wie man sich gegen Cyberattacken schützen kann, die mit Hilfe von E-Mails ausgeführt werden.

„Da sich viele Menschen nach wie vor zu wenig Gedanken über die Sicherung ihrer elektronischen Post machen, wollen wir sie vor allem anleiten, ihre E-Mails vor Mitlesern und Veränderungen von Text und Absenderadresse zu schützen“, erläutert HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel, der Leiter des Onlinekurses. Rund 10.000 Personen hatten sich eingeschrieben, als das Institut ein ähnliches Angebot bereits 2015 einmal machte.

„Auch 37 Jahre nach Einführung der ersten E-Mail-Standards ist zahlreichen Versendern noch nicht bewusst, dass ihre Mitteilung im Internet nur etwa so sicher ist, wie eine Postkarte in einem unbewachten offenen Transportfahrzeug“, betont der Informatikwissenschaftler. Folge: E-Mails mit sensiblen Inhalten werden beim Versand oft gar nicht oder nur unzureichend geschützt. Das Übermittelte kann dann mitgelesen, der Inhalt und die Absenderangabe sogar verändert werden.

Allen Kursteilnehmern will Meinel die Grundlagen sogenannter Ende-zu-Ende-Verschlüsselungstechniken sowie digitaler Signaturen vermitteln. Dank praktischer Übungen sollen es die Nutzer schaffen können, mithilfe kostenloser Softwareprogramme verschlüsselte und digital unterschriebene E-Mails zu versenden und zu empfangen.

Wer aktiv mitmacht, erhält eine Teilnahmebestätigung oder – bei erfolgreicher Teilnahme – ein benotetes Zeugnis des Instituts. „Der Kurs ist eine sehr gute Ergänzung unserer drei Grundlagen-Workshops aus dem Frühjahr“, sagt Meinel. Dabei ging es um die Angebote „Datensicherheit im Netz – Einführung in die Informationssicherheit“, „Digitale Identitäten – Wer bin ich im Netz?“ und „Blockchain – Sicherheit auch ohne Trust Center“. Alle drei Workshops stehen im Archiv der IT-Lernplattform openHPI nach wie vor fürs Selbststudium zur Verfügung.

 

Einige Fakten zu openHPI

Gestartet am 5. September 2012
Einzelne Nutzer: gut 200.000*
Kurseinschreibungen: rund 613.000*
Ausgestellte Leistungsnachweise: mehr als 61.000*
Archivierte Kurse fürs Selbststudium: rund 70*
Kurs-Sprachen: Deutsch, Englisch, Chinesisch
Webseite: https://open.hpi.de 
*alle Angaben beziehen sich auf Juni 2019

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering. Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 500 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“, „Data Engineering“ und „Cybersecurity“  können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 15 Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.