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17.09.2020

News

Gießener Informatiker für beste Abschlussarbeit im Bereich Bildungstechnologien ausgezeichnet

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat die Masterarbeit des Gießeners Sebastian Serth (27) als beste Abschlussarbeit im Bereich Bildungstechnologien ausgezeichnet. Die GI ist die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik in Deutschland und vergibt jedes Jahr den Preis für die besten Bachelor- und Masterarbeiten des Vorjahres im Bereich Bildungstechnologien. Die Preisverleihung fand in diesem Jahr während der DELFI 2020 Konferenz und 18. Fachtagung Bildungstechnologien der GI vom 14.-17. September virtuell statt.

HPI-Doktorand Sebastian Serth
HPI-Doktorand Sebastian Serth (HPI / S. von Becker)

Serths Masterarbeit zum Thema „Individuelle Arbeitsblätter mit Interaktiven Programmieraufgaben im Rahmen der HPI Schul-Cloud“ beschäftigt sich mit der Herausforderung, digitales Lernen in Schulen spannend und einfach für alle zu gestalten. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) entwickelt seit 2017 im Auftrag des Bundes mit der HPI Schul-Cloud eine digitale integrative Bildungsplattform, mit der bundesweit bereits knapp 550.000 Nutzerinnen und Nutzer arbeiten.

„Wie wichtig es ist, die Digitalisierung des Schulunterrichts weiter zu verbessern, zeigt die Coronakrise aktuell sehr deutlich. Mithilfe der von uns entwickelten Software können Lehrkräfte ihre Arbeitsblätter sehr einfach und ohne besondere Vorkenntnisse in interaktive Webseiten umwandeln. Dies ermöglicht eine gelungene Integration spielerischer und digitaler Lerninhalte in den Schulalltag, die mit wenig Aufwand verbunden ist“, so Serth. Durch automatische Visualisierungen der Arbeitsergebnisse erhielten Lehrerinnen und Lehrer außerdem einen besseren Einblick in den Lernfortschritt ihrer Schulklasse ohne zeitaufwendiges manuelles Kontrollieren. Ein weiterer Vorteil: Schülerinnen und Schüler bekommen während der Bearbeitung ihrer Arbeitsaufgaben, die vor allem Programmieraufgaben umfassen, zeitgleich Feedback zu ihren Lösungen, wodurch sie Fehler eigenständig und ohne eine Lehrkraft erkennen können. Schülerinnen und Schüler gaben in einer von Serth durchgeführten Befragung an, dass sie durch die intuitiven und strukturierten Arbeitsaufgaben Lerninhalte besser verstehen und selbstständig bearbeiten sowie wiederholen konnten.

Sebastian Serth schloss nach erfolgreichem Bachelorabschluss 2019 seinen Master am HPI in Potsdam mit der Bestnote 1,0 ab. Zurzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des openHPI-Teams am Lehrstuhl "Internet-Technologien und Systeme" von Prof. Dr. Christoph Meinel an seiner Doktorarbeit.