Hasso-Plattner-Institut
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25.03.2006

Potsdam. Gut sechs Jahre nach Aufnahme des Lehrbetriebs hat das Hasso-Plattner-Institut, Deutschlands Elite-Schmiede für IT-Ingenieure, den 200. Bachelor- und 50. Master-Abschluss feiern können: Bachelor Volker Gersabeck (23) aus Polch (Kreis Mayen-Koblenz) und Master Oleksandr Panchenko (26) aus der ukrainischen Stadt Charkiv sind die Jubilare. Mit ihnen zusammen erhielten insgesamt 80 HPI-Studenten des vierten Bachelor- und zweiten Master-Jahrgangs am Wochenende die Zeugnisse. Prof. Christoph Meinel, Direktor des deutschlandweit einzigartigen Instituts, hob in Gegenwart des brandenburgischen Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns hervor, dass der Notendurchschnitt der 50 Bachelor-Absolventen bei 1,7 und der 30 Master-Absolventen bei 1,4 liege. Der Studiengang IT Systems Engineering wird in Deutschland nur vom Hasso-Plattner-Institut angeboten.

Den Besten der Besten unter den insgesamt 80 IT-Nachwuchsingenieuren wurde die Hasso-Plattner-Medaille verliehen. Die besten Bachelor-Absolventen erreichten die Traumnote 1,0. In Anerkennung dieser Leistung erhielten Gero Decker und Philipp Sommer ein Stipendium in Höhe von monatlich 650 Euro für ein Jahr. Für ebenfalls ausgezeichnete Abschlüsse erhielten Volker Gersabeck, Torsten Hahmann und Gaurav Singh Geldpreise in Höhe von jeweils 2500 Euro überreicht. Die fünf besten Master, die alle eine 1,0 als Abschlussnote erzielten, erhielten als Anerkennung ein Preisgeld von jeweils 1500 Euro: Daniel Brinkmann, Konrad Hübner, Jan Karstens, Einar Lück und Robert Mitschke dürfen sich über diese finanzielle Förderung freuen.

Die HPI-Absolventen seien "hervorragend ausgebildete Fachkräfte" der Wachstumsbranche Informationstechnologie, erklärte Wirtschaftsminister Junghanns in seiner Festrede. Mit seiner Praxis- und Wirtschaftsnähe nehme das Institut eine Vorreiterrolle ein, fügte er hinzu. HPI-Direktor und -Geschäftsführer Prof. Meinel äußerte während der Feier sein Bedauern, dass unter den 80 Absolventen nur vier Frauen seien - die Bachelor Christin Koitschka und Andrea Hentschke sowie die Master Antje Rogotzki und Anne Rozinat. Es gelte die Anstrengungen zu erhöhen, um Gymnasiastinnen ein ingenieurwissenschaftliches Uni-Studium im IT-Bereich schmackhafter zu machen. Wie erfolgreich Studentinnen im IT Systems Engineering sein könnten, beweise zum Beispiel die Jahrgangs-Beste Anne Rozinat aus Ketzin: Die gebürtige Wolfenerin schloss ihr Masterstudium mit der Note 1,1 ab.

Meinel wies darauf hin, dass viele Fakten die hervorragende Ausbildungsleistung des Hasso-Plattner-Instituts unterstrichen. Von den 83 Studierenden, die im Wintersemester 2002/2003 ihr Bachelor-Studium begonnen hätten, seien noch 59 am HPI. Die Abbrecherquote sei also im Vergleich sehr gering. 39 der 50 Bachelor-Absolventen des HPI schließen nach Meinels Angaben ein Masterstudium am HPI an. Diejenigen der 30 Masterabsolventen, die in eine berufliche Tätigkeit wechseln wollten, hätten meistens bereits eine gute Position in Aussicht. Vier der Masterabsolventen hängen ein Promotionsstudium am HPI an. Auf den 200. Bachelor-Absolventen des HPI eingehend, unterstrich Meinel, dass Volker Gersabeck sein Studium nicht nur mit der Note 1,1, sondern auch in fünf Semestern abgeschlossen habe. Die Regelstudienzeit betrug bei Aufnahme des Studiums durch Gersabeck am HPI noch sieben Semester und liegt jetzt bei sechs Semestern. Eines seiner fünf Semester verbrachte der Rheinland-Pfälzer zudem noch an der Juan-Carlos-Universität in Madrid (Spanien). Der 50. Master Oleksandr Panchenko war einer von sieben ausländischen Stipendiaten am Hasso-Plattner-Institut. Er schloss sein HPI-Studium mit der Gesamtnote 1,7 ab und plant, in etwa drei Jahren ein eigenes IT-Unternehmen zu gründen - hier oder in der Ukraine.