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11.01.2013

Pressemitteilung

openHPI zieht erfolgreiche Bilanz des zweiten offenen Online-Kurses

Potsdam. Auch der zweite offene Online-Kurs des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ist von einer breiten Öffentlichkeit genutzt worden. Wie Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel mitteilte, bekamen jetzt 1.662 Teilnehmer seines kostenlosen Kurses zur Internettechnologie per Zertifikat den erfolgreichen Abschluss bescheinigt. Die Online-Lerner mit der höchsten Punktzahl kommen aus Berlin, Hamburg, München, Walldorf und Illingen. 10.000 Interessenten hatten sich auf der neuen Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de des Potsdamer Instituts für den Kurs eingeschrieben, 2.700 nahmen intensiv teil. Der Kursleiter und sein openHPI-Team zeigten sich sehr beeindruckt von dem hohen Aktivitätsgrad der Kursteilnehmer. Auf die multimedialen Lehr-Videos wurde gut 112.000 Mal zugegriffen. Fast 82.000 Mal kontrollierten die Kursteilnehmer ihren Lernfortschritt mittels der zahlreich angebotenen Selbsttests. Gut 3.000 verschiedene Beiträge zu 700 Einzelthemen wurden von mehr als 600 Lernenden ins Diskussionsforum eingestellt. „Außerdem gab es eine Gruppe von besonders Aktiven, welche die angebotenen Lerninhalte mit eigenen Beiträgen angereichert und verfeinert und der Gemeinschaft der Online-Lerner Hilfsmittel für das leichtere Lösen von Hausaufgaben bereitgestellt haben“, berichtete Kursleiter Meinel. Im Mittel investierten die Teilnehmer nach vorläufiger Auswertung einer Umfrage pro Woche drei bis fünf Stunden ernsthafte Beschäftigung mit dem angebotenen Stoff. Ein Viertel gab sogar an, sich wöchentlich mehr als fünf Stunden lang dem Kurs gewidmet zu haben. Auf der Plattform www.openhpi.de des HPI kann man sich jederzeit registrieren, im Archiv bisheriger Kurse stöbern und Informationen über zukünftige Angebote erhalten. Der nächste Online-Kurs wendet sich an fortgeschrittene Interessenten, führt in Techniken der semantischen Suche im Web ein und startet am 4. Februar. Kurssprache dann ist wieder Englisch. Formale Zugangsvoraussetzungen für die interaktiven Online-Kurse der sozialen Lernplattform gibt es nicht.

 

Uni-Wissen der Informationstechnologie als Geschenk für jeden

 

Nach und nach soll das Angebot ausgebaut werden. "Wir werden zum Beispiel weitere Einführungen in die Grundlagen der Informatik anbieten. Dabei geht es etwa um Aufbau und Wirkungsweise komplexer IT-Systeme, die Sicherheit in der Informationstechnologie und den Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt", erläutert Meinel. Er kündigt aber auch Kurse zu ganz aktuellen Entwicklungen und Innovationen in der Informationstechnologie wie Multicore und Cloud Computing an.

 

 

openHPI: Vorbild sind Massive Open Online Courses (MOOC)

 

openHPI bietet seit September 2012 kostenlose, frei zugängliche Onlinekurse für sehr viele Teilnehmer an. Die Inhalte beschäftigen sich mit Fragen der Informationstechnologie und Informatik. Die neue Internet-Bildungsplattform www.openhpi.de des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam (HPI) greift dabei Impulse aus „Massive Open Online Courses“ auf, wie sie seit 2011 zunächst von der Stanford University, später aber auch von anderen Elite-Universitäten der USA angeboten wurden. Im Unterschied zu „traditionellen“ Vorlesungsportalen werden bei www.openhpi.de Kurse angeboten, die einem festen, zweimonatigen Zeitplan folgen - mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einer sozialen Plattform, auf der sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können. Die Teilnehmer entscheiden selbst über Art und Umfang ihrer Aktivitäten. Sie können in den Kurs eigene Beiträge einbringen, zum Beispiel durch Blogposts oder Tweets, auf die sie im Forum verweisen. Andere Lernende können diese dann kommentieren, diskutieren oder erweitern. So werden Lernende, Lehrende und die Inhalte in einem sozialen Lernnetzwerk miteinander verknüpft.

 

 

 

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

 

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang „IT-Systems Engineering“ an – ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet 120 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zehn HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen neun Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze.