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18.08.2015

News

EU-Digitalkommissar Oettinger am HPI: "Europa braucht digitalen Binnenmarkt"

EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich vor Wissenschaftlern und Studenten des HPI für die Schaffung eines digitalen Binnenmarkts mit klaren Regeln und guten Chancen, auch für kleine Unternehmen, ausgesprochen. Darüber hinaus forderte er auch eine aktive Rolle Europas in der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft.

Europas Antwort auf Google könne keine rein defensive sein, die sich nur auf das Wettbewerbsrecht stütze, erläuterte EU-Kommissar Günther Oettinger bei seinem Besuch am Hasso-Plattner-Institut (HPI). Oettinger hielt sich genau an dem Tag in Potsdam auf, bis zu dem der US-Internetkonzern Google (jetzt: Alphabet) eigentlich Fragen der EU-Kommission zur möglichen Bevorzugung eigener Dienste in Trefferlisten seiner Suchmaschine beantworten musste. Zuständig in der EU-Kommission ist Oettingers dänische Kollegin, Wettbewerbs-Kommissarin Margrethe Vestager. Nach Oettingers Worten hat der US-Konzern erneut um eine Verlängerung der Antwortfrist gebeten – diesmal bis zum 31. August. Der Vortrag des Kommissars kann auf dem tele-TASK-Portal nachverfolgt werden. Ein Interview des IT-Gipfelblogs mit ihm gibt es in Kürze auf www.it-gipfelblog.de.

Oettinger wurde zum Abschluss seines Besuchs vom Institutsleiter zum HPI-Fellow ernannt und bekam die entsprechende Medaille überreicht. Vor Oettinger hatten diese Ehrung elf weitere prominente Persönlichkeiten erhalten, darunter unter anderem auch die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes, die beiden "Väter" des Internets, Bob Kahn und Vint Cerf, die brandenburgischen Ex-Ministerpräsidenten Manfred Stolpe und Matthias Platzeck sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel.