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21.02.2018

Industrie 4.0-Konferenz: Chancen des Internet of Things für deutsche Kommunen

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) lud am 15. Februar zum vierten Mal Experten aus Industrie, Kommunen, Startup-Szene und Verbänden zur Industrie 4.0-Konferenz ein. Diskutiert wurden innovative Ansätze, wie Kommunen und kommunale Unternehmen von der Digitalisierung im Public Service Sector profitieren können.

Zu Gast auf der vierten Industrie 4.0-Konferenz: Ministerpräsident des Landes Brandenburgs Dietmar Woidke (r.), Hauptgeschäftsführerin des VKU Katharina Reiche (m.) und HPI-Direktor Professor Christoph Meinel (l.). (Foto: HPI/K.Herschelmann)

Rückblick 2018

HPI-Pressemitteilung

Aufzeichnung der Konferenz

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Webseite der Veranstaltung

Sinnvolle Nutzersszenarien von IoT im Public Service Sektor gibt es bereits viele. Dies beginnt bei intelligentem Verkehrsmanagement, setzt sich bei vernetzter dezentraler Energiedistribution fort und umfasst schließlich auch das weite Feld E-Government. Einige dieser vielseitigen Szenarien wurden auf der Industrie-4.0 Konferenz vorgestellt und öffneten ein weites Feld für Diskusionen. 

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, sieht in der digitalen Transformation eine große Chance für ländliche und strukturschwache Regionen. Denn hier stünden andere Themen im Mittelpunkt als in den Städten. Brandenburg brauche in den bevölkerungärmen Regionen spezielle Lösungen, zum Beispiel für die Landwirtschaft und Gesundheitsversorgung. "Deshalb brauchen wir Lösungen, die die spezifischen Bedingungen ländlicher Räume berücksichtigen", so Woidke in seinem Grußwort der Konferenz.  

Laut Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. betreffen viele Bereiche in der „SmartCity den öffentlichen Sektor. Technische Innovationen werden unmittelbar erleb- und erfahrbar. Das haben die kommunalen Unternehmen nicht nur verstanden, sondern teilweise auch schon umgesetzt.“ 

Matthias Machnig, Staatssekretär des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sieht im Smart City Markt viel Potenzial

Das Konzept der Smart City gebe uns die Chance, vernetzte Mitmachstädte zu entwickeln und urbane Räume noch lebenswerter und menschengerechter zu gestalten. Auch wirtschaftlich steckt im Smart City Markt viel Potenzial, so Matthias Machnig, Staatssekretär im BMWi. Dabei appellierte er vor allen an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sich der Digitalisierung zu öffnen: "Wer heute als KMU nicht digital ist, wird morgen nicht mehr Teil der Wertschöpfungskette sein." Vor allem Startups können im Umfeld von Smart City Technologien wertvolle Innovationstreiber sein und etablierte Unternehmen der Kommunalwirtschaft dabei unterstützen, die digitale Transformation zu meistern.

Bildergalerie: Industrie 4.0-Konferenz 2018

Dr. Sigrid Nikutta, Geschäftführerin Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): ÖPNV nimmt Schlüsselposition ein

Die Berliner Verkehrsbetriebe präsentierten auf der Industrie 4.0-Konferenz einen autonomen Shuttle-Bus, der den Gästen Innovationen im öffentlichen Nahverkehr praktisch erleben ließ. "Der ÖPNV ist die effizienteste Art urbane Mobilität sicher zu stellen", so Sigrid Evelyn Nikutta. In einem Auto säßen maximal fünf Menschen, in einer U-Bahn über fünfhundert. Für wachsende Städte gibt es keine Alternative als den öffentlichen Nahverkehr. Auch in einer Smart City nimmt der ÖPNV eine Schlüsselposition ein. "Durch neue Mobilitätsangebote und deren intelligenter Vernetzung entwickeln sich Verkehrsunternehmen zum Zentrum der smarten Mobilität," sagt die Geschäftsführerin der BVG. Trotzdem solle man auf dem Boden der Tatsachen bleiben: "Nur weil alles digitalisiert werden kann, heißt das noch nicht, dass alles digitalisiert werden muss."