Hasso-Plattner-Institut20 Jahre HPI
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04.04.2019

openHPI-Kurs vermittelt Jugendlichen erste Programmiererfahrungen mit Mini-Computern

Mithilfe eines Pianos aus Obst oder dem Bau eines ferngesteuerten Spielzeugautos lernen Schülerinnen und Schüler ab dem 2. Mai in einem kostenlosen Onlinekurs den Umgang mit kleinen Chips in Form von Mini-Computern, sogenannten Mikrocontrollern. Zwei Masterstudierende des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) präsentieren 14 Tage lang den kostenlosen Online-Kurs „Wie programmiere ich meinen ersten Mini-Computer?“ auf der IT-Lernplattform openHPI.

Bild mit Mikro-Chips
Schritt für Schritt lernen die Teilnehmer, wie man einen Mikrocontroller programmiert.

Online-Kurs "Wie programmiere ich meinen ersten Mini-Computer?"

Start: 2. Mai

Dauer: 14 Tage

Sprache: Deutsch

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Nebenbei lernen die jugendlichen Teilnehmer Sensoren auszulesen, Motoren zu kontrollieren und LED-Lämpchen anzusteuern. Üben werden die Kursteilnehmer mit dem ESP32, einem besonders erschwinglichen und vielseitigem Chip. Der kleine Computer besitzt eingebaute Sensoren, kann mit Bluetooth über kurze Strecken funken und sich mit dem Internet verbinden. Gearbeitet wird im Kurs zudem mit einer Anwendung, mit der Programme auf den Mini-Computer gespielt werden. Schritt für Schritt lernen die Teilnehmer damit, wie man den Mikrocontroller programmiert.

Junge Kursleiter mit viel Erfahrung in Schülerarbeit

Die Kursleitenden Lisa Ihde (23) und Daniel-Amadeus Johannes Glöckner (24) haben viel Erfahrung in der Arbeit mit IT-interessierten Schülerinnen und Schülern. Ihde, die bereits mit 11 Jahren ihre erste Webseite erstellte, hat mit Glöckler zusammen das Buch „Meine eigene Homepage“ (Wiley-VCH Verlag) veröffentlicht und dazu einen openHPI-Onlinekurs durchgeführt. Daneben engagiert sie sich gemeinsam mit ihren Kommilitonen in der Betreuung von Programmierworkshops, sogenannten CoderDojos und Schülercamps am HPI.

Auch außerhalb des Instituts kümmert sich Ihde um Programmier-Nachwuchs, etwa bei Veranstaltungen der Open Knowledge Foundation Deutschland. Jüngst wurde Ihde mit dem ARD/ZDF-Förderpreis „Frauen + Medientechnologie“ ausgezeichnet. Außerdem arbeitet die Masterstudentin als Gleichstellungsbeauftragte an der gemeinsamen Digital Engineering Fakultät des HPI und der Universität Potsdam und ist als Chefredakteurin des Studierendenmagazins HPImgzn tätig.

Ihr Kommilitone Glöckner, der unter anderem auch bei der Initiative „Jugend hackt“ mitmacht, hat in seinem Master-Projekt am HPI eine Spielekonsole entwickelt, die es blinden Benutzern ermöglicht, kontinuierlich mit virtuellen Welten zu interagieren. In Kürze will er sein Promotionsstudium im Fachgebiet Human Computer Interaction des HPI aufnehmen. Privat beschäftigt sich Glöckner gern mit „Physical Computing"-Projekten, wobei er am liebsten LED-Beleuchtung programmiert und sein Smart Home weiterentwickelt.

Bildungsplattform mit eigenem „Kanal“ für Kinder und Jugendliche

Ihren openHPI-Kurs haben Ihde und Glöckner aus vielen verschiedenen praktischen Aufgaben zusammengestellt. Diese steigern sich im Schwierigkeitsgrad, können aber auch unabhängig voneinander bearbeitet werden. Das Ganze wird in dem eigenen Kanal „openHPI Junior“ der IT-Lernplattform angeboten. Hier gibt es auch Kurse wie „Zusammenhänge entdecken, Phänomene verstehen: Programmieren mit Etoys“, „Wie designe ich meine eigene Homepage?“ oder „Spielend Programmieren lernen (Einführung in die Programmiersprache Python)“.

„Wer sich von der Schule nicht genügend auf die Digitalisierung vorbereitet fühlt, findet hier immer mehr maßgeschneiderte Onlinekurse, die zudem noch kostenlos sind“, betont HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Diese könnten orts- und zeitunabhängig genutzt werden. Beim mobilen Lernen zwischendurch, etwa im Schulbus, Zug oder bei der Autofahrt in die Ferien, hilft die openHPI-App. „Dadurch wollen wir dazu beitragen, dass auch immer mehr Kinder und Jugendliche in Sachen digitale Allgemeinbildung auf den neusten Stand gebracht werden“, erklärt der Informatikprofessor.